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Geschäftsnachrichten

Ledesma

Dieses Unternehmen, mit Zuckerrohrplantagen und Zuckerfabrik in Jujuy (die weitaus größte des Landes), hat die diesjährige Zuckerrohrernte abgeschlossen, mit einer Produktion von 291.00 Tonnen, die mit 3,25 Mio. Tonnen Zuckerrohr erzeugt wurden, was einen Zuckerertrag von 10,54% ergibt. 2,27 Mio. Tonnen stammen aus eigenen Plantagen und 475.000 Tonnen von unabhängigen Zuckerrohrpflanzern. Die Zuckerproduktion lag unter dem Vorjahr, einmal wegen Dürre im Frühling 2020, und dann wegen der Pandemie, die u.a. dazu führte, dass 480 Arbeiter im Oktober und November 2020 nicht tätig waren, was die Bewässerungsarbeiten beeinträchtigte. Ledesma hat dieses Jahr bisher schon 64 Mio. Liter Alkohol erzeugt, und erwartet für die Periode bis zur nächsten Zuckerrohrernte auf insgesamt 85 Mio. Liter zu gelangen. Davon wird 90% zu Bioethanol verarbeitet, das dem Benzin beigemischt wird. Außerdem produziert Ledesma mit der Zuckerrohrbagasse, die nach der Zuckerproduktion verbleibt, dieses Jahr 96.500 Tonnen Papier, die mehr Wert sind, als die Zuckerproduktion. Ledesma hat eine eigene Technologie entwickelt, um die Bagasse-Faser, die sehr kurz ist, für ein qualitativ gutes Papier einsetzten zu können. Ledesma hat dieses Jahr eine neue Anlage zur Papierfabrikation in Betrieb genommen, die eine Investition von u$s 4,5 Mio. erfordert hat. Der Geschäftsführer der Firma, Javier Goñi, hat jetzt die Schaffung eines Industrieparks von 224 Hektar im Bezikr Libertador General San Martín, nahe der traditionellen Zuckerfabrik, angekündigt. Ledesma wurde von zwei Personen namens Ovejero und Cerdá, gegründet, dann vom deutschen Enrique Wollmann übernommen, und dann von seinem Schwiegersohn Herminio Arrieta und danach von dessen Schwiegersohn Carlos Pedro Blaquier. Jetzt ist der Besitz weitgehend auf die Familie Blaquier aufgeteilt, die sehr viele Mitglieder hat. Von einem Familienunternehmen wurde Ledesma zu einer modernen Körperschaft , die von Fachleuten geleitet wird. In der Zuckerindustrie ist Ledesma das einzige Unternehmen, das in argentinischem Besitz geblieben ist und keine finanzielle Krise, mit Vergleichsverfahren oder Konkurs, durchgemacht hat.


Edesur

Dieses Stromverteilungsunternehmen, das den südlichen Teil der Stadt und die südlichen Vororte bedient, und vor der italienischen Enel kontrolliert wird, hat in 9 Monaten 2021 einen Bruttoumsatz von $ 55,76 Mrd. erzielt, 20% unter dem Vorjahr, obwohl die Tarife um durchschnittlich 9% erhöht wurden. Dabei erreichte der Verlust $ 14,83 Mrd. gegen $ 5,32 Mrd. in der gleichen Vorjahresperiode. Dennoch ergibt der sogenannte ebidta (Gewinn vor Abzug von Amortisationen, Zinsen und Steuern) in 9 Monaten 2021 einen Gewinn von $ 820 Mio. Aber das reine Betriebsergebnis ergab ein Defizit von $ 4,99 Mrd. Trotz dieser negativen Zahlen wurden die Investitionen dieses Jahr um 24% gegenüber dem Vorjahr erhöht. Edesur hat auch weiter den Dienst verbessert, den das Unternehmen bei Stromausfall bietet. Die Dauer der Reparaturen wurde in einem Jahr um 25% verkürzt. Die Lage von Edesur ist auf Dauer unhaltbar. Hier kommt ein verdecktes Defizit der Staatsfinanzen zum Ausdruck, da der Staat die Subvention schuldig geblieben ist, die sich aus Tarifen ergibt, die wegen einer politischen Entscheidung niedrig gehalten werden. Die ursprünglichen Konzessionsbedingungen der 90er Jahre werden seit 2002 nicht eingehalten, und es wurden auch keine neuen geschaffen. Dieser rechtswidrige Zustand muss gelegentlich korrigiert werden.



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