Geschäftsnachrichten

Mercedes Benz Argentina

Diese Tochtergesellschaft der deutschen Daimler Benz hat am Montag ein Investitionsprogramm von u$s 54 Mio. angekündigt, das dazu bestimmt ist, das Verteilungsnetz zu verbessern, ein neues Zentrum für die regionale Ausbildung einzurichten und einen neuen Motor für den Sprinter zu entwickeln. Diese Ankündigung trifft mit dem 70-jährigen Bestehen der Firma in Argentinien zusammen. In das Verteilungsnetz werden u$s 25 Mio. investiert, die für die Erneuerung bestehender Agenturen und Eröffnung von neuen bestimmt sind. Das neue Ausbildungsinstitut wird im Bezirk Malvinas Argentinas, nahe der Bundeshauptstadt, mit einer Investition von u$s 10 Mio. errichtet. Hier soll nicht nur das Personal der lokalen Agenturen ausgebildet werden, sondern auch Personal von Agenturen in anderen lateinamerikanischen Ländern. Zu den u$s 150 Mio. die schon für die dritte Generation des Sprinter investiert wurden, kommen jetzt u$s 19 Mio. für den neuen Motor hinzu. Der Sprinter, der seit 25 Jahren lokal erzeugt wird, ist schon die dritte Generation des Fahrzeugs. In der lokalen Fabrik von Mercedes Benz werden außerdem die leichten Lastwagen Atego und Acelo erzeugt, die führend in dieser Kategorie sind. Außerdem ist dort die sogenannte Reman-Produktionslinie tätig, in der Motore und Getriebe von Omnibussen und Lastwagen erneuert werden. Mercedes Benz beschäftigt in Argentinien 2.500 Personen, und ist das einzige lokale Unternehmen der Branche, das schwere Nutzfahrzeuge nach Brasilien u.a. Ländern exportiert.


YPF

Dieses durch eine Kapitalmehrheit staatlich kontrollierte Erdölunternehmen, das formell eine Aktiengesellschaft ist, hat eine Investition von u$s 30 Mio. beendet, die für die Instandsetzung und Modernisierung der Raffinerie in La Plata bestimmt ist. Dabei wurde auch eine Dampfturbine durch einen modernen Stromgenerator von 3.500 KVA ersetzt, der viel sparsamer ist. Die Raffinerie hat jetzt die Möglichkeit, sämtliche Rohölarten des Landes zu verarbeiten, mit einer Raffinierungskapazität von 300.000 Cbm. pro Tag. Ebenfalls hat die YPF-Leitung in den Personen des Präsidenten Pablo González und des Geschäftsführers Sergio Affronti mit dem indischen Botschafter Dinesh Bathia gesprochen, um die Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Lithiums einzuleiten. Vor drei Monaten hat YPF schon beschlossen, die Tochterfirma YPF Litio S.A. zu gründen, um die Ausbeutung von Lithiumlagern in Argentinien in Angriff zu nehmen.


Osana Salud

Diese argentinische “Start-up”, gegründet von Andrés Lawson und Jorge López, das Technologieprogramme entwickelt und betreibt, die für den Gesundheitsdienst bestimmt sind, hat Kapitalbeiträge in Höhe von u$s 26 Mio. von den Firmen Quiet Capital Addition und Preface Ventures erhalten. Die Plattform von Osana soll den Dienstleistern auf dem Gesundheitsgebiet erlauben,einen besseren Dienst mit einem effizienteren Einsatz von Ressourcen zu bieten.


Molino Cañuelas

Dieses Unternehmen, der größte Produzent von Weizenmehl (Marken 9 de Oro, Pureza, Cañuelas, u.a.), der außerdem einer der größten Produzenten von Speiseöl ist, und auch Teigwaren, Kekse u.a. Lebensmittel erzeugt, hat zusammen mit Compañía Argentna de Granos (CAGSA), die zur gleichen Gruppe gehört, Vergleich vor Gericht gemeldet. Die Firma erklärte, sie habe im letzten Jahrzehnt hohe Investitionen vollzogen, die mit Ausgabe von Aktien finanziert werden sollten. Doch dies sei nicht gelungen. Daraufhin hat die Firma eine Umschuldung fälliger Schulden eingeleitet, und zu diesem Zweck ein Gläubigerkomitee gebildet. Doch die finanziellen Turbulenzen, die ab August 2019 eingetreten sind, und die Covid-19-Krise haben dies erschwert, und einige Banken haben sich vom Komitee zurückgezogen. Molino Cañuelas und CAGSA betreiben 15 Weizenmühlen u.a. Fabriken in sechs Provinzen, die größte davon im Vorort Cañuelas. Molino Cañuelas hat 2020 14,4 Mio. Tonnen Weizen verarbeitet, was ca. 20% des gesamten Weizens entspricht, die die lokalen Mühlen verarbeiten. Ignacio Noel, der das Konkurrenzunternehmen Morixe kontrolliert, erkläre, es handle sich um einen typischen Fall von reichen Unternehmern und armen Unternehmen. In der Tat hatte die Familie Navilli, die 95% des Kapitals hält, ein großes Landgut (Estancia) gekauft. Noel wies darauf hin, dass die Aktionäre von Morixe in den letzten Jahren Kapital beigetragen haben, und jetzt das Unternehmen mit einem anderen konkurrieren müsse, das seine Passiven gegenüber Banken streckt und verwässert. Er erklärte auch, dass der Mehlbedarf auch ohne Molino Cañuelas voll gedeckt werde. In der Tat bestehen in dieser Industrie ungenutzte Kapazitäten. Molino Cañuelas schuldet 35 Banken (lokale und ausländische) insgesamt u$s 1,4 Mrd. Der lokale Hauptgläubiger ist die Banco Nación, mit einem Anteil von 20,40% an den Schulden, gefolgt von HSBC mit 16,63%, Santander mit 13,27%, BAPRO mit 12,18% und 12 weitere Banken haben insgesamt 37,52%. Den ausländischen Buenos Aires Factoring schuldet die Firma u$s 114 Mio. und der ING-Bank u$s 113 Mio. Mit diesen u.a. Gläubigern beginnt jetzt eine Verhandlung. Im Prinzip wollte Molino Cañuelas einen Teil der Forderungen in Kapital umwandeln und den Rest in Raten langfristig abzahlen.

Ecipsa

Dieses Immobilienunternehmen, das bisher schon in acht Provinzen tätig war, ist jetzt auch in der Bundeshauptstadt präsent. Mit einer Anfangsinvestition von u$s 30 Mio. soll ein Wohnungsbau in Villa Devoto auf einem Gelände von fast 3 ha entwickelt werden, der insgesamt eine Investition von ca. u$s 100 Mio. darstellt. Es soll sich um 5 Apartmenthäuser von 5 Stockwerken handeln, wobei es auch einen Swimming-Pool u.a. sogenannte “Amenities” geben wird. Die Preise der Wohnungen werden ca. u$s 1.800 pro qm betragen, was weit unter den üblichen von über u$s 3.000 liegt. Außerdem sollen die Wohnungen auf bis zu 16 Jahren finanziert werden, in Pesos, aber wertberichtigt mit dem Index der Baukosten der Kammer der Bauwirtschaft, der in keinem Fall gefälscht wird, weil die Kammermitglieder ihn brauchen und dies nicht zulassen würden. Es ist somit ein sicherer Index als die offiziellen.


P&G

Diese lokale Filiale der US-Firma Procter & Gamble, die in den 90er Jahren das Unternehmen Compañía Química vom Konzern Bunge & Born gekauft hat und seither präsent auf dem argentinischen Markt ist, hat eine Investition von $ 600 Mio. angekündigt, um die Produktion von Gilette (eine Firma, die sie auch übernommen hat) zu verdoppeln. Die Fabrik in Villa Mercedes, Provinz San Luis, wo die Rasierklingen hergestellt werden, wird modernisiert und erweitert. Dort werden auch Handtücher, Windeln, Seifen und Detergenzien erzeugt. Produktionsminister Matías Kulfas erklärte, dass diese Investition erlauben werde, Importe zu ersetzen und eine Auswirkung auf Lieferanten haben werde.


Sociedad Comercial del Plata & Morixe

Diese beiden lokalen Firmen, die von Ignacio Noel kontrolliert werden, sind an einem Investitionsprogramm von $ 250 Mio. tätig, das sich auf Landwirtschaftsindustrie, Energie und Baumaterialien bezieht, und dabei besonders Exporte schaffen soll. Im Industriepark von Mar del Plata wird eine Anlage für vorgekochte “Pommes frites”, errichtet, in Córdoba eine für Maisprodukte. Zusammen mit dem Institut für industrielle Technologie INTI besteht ein weiteres Projekt, um in Mendoza die Biomasse der Oliven (die bei der Ölerzeugung übrig bleibt) für Energieproduktion zu verwenden. Auf dem Energiesektor soll auch die Raffinerie von DAPSA, in Dock Sud (Avellaneda), die auch zum Konzern gehört, erweitert werden.


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