• Argentinisches Tageblatt

Geschäftsnachrichten

Vom 29.5. bis 5.6.

YPF

Dieses staatlich kontrollierte Erdölunternehmen, das in Argentinien den weitaus größten Anteil an der Erdöl- und Gasproduktion, und auch am Verkauf von Benzin, Dieselöl und Schmierstoffen hat, befindet sich in einer schwierigen Lage, was u.a. darin zum Ausdruck kommt, dass der Börsenwert des Unternehmens bei u$s 1,98 Mrd. liegt, während der Staat für einen Teil des Aktienpaketes von Repsol, das für eine Kontrollmehrheit notwendig war, als Cristina Kirchner Präsidentin war, u$s 10 Mrd. gezahlt hatte, und außerdem heute ein Prozess gegen YPF läuft, bei dem u$s 3 Mrd. gefordert werden, der damals hätte vermieden werden können, wenn YPF das Eskenazi-Aktienpaket übernommen hätte, dass betrügerisch erworben worden war. Die Schulden von YPF bezogen auf die Produktion haben sich in einem Jahrzehnt verfünffacht, und die Zahl der Arbeitnehmer pro Barrel ist in dieser Periode von 21,5 auf 44,6 gestiegen. Die Firma hat eine Belegschaft von ca. 20.000 Personen, nachdem José Estenssoro sie als Präsident in den 90er Jahren von 52.000 auf 6.000 verringert hatte, bei gestiegener Produktion. Vor der Rückverstaatlichung waren es unter 12.000. Alle, einschließlich der Gewerkschafter, sind sich einig, dass YPF zu viel Personal hat. Doch YPF-Präsident Guillermo Nielsen erklärte, es werde keine Entlassungen geben. Doch die Löhne und Gehälter werden jetzt gesenkt, was die Gewerkschaft zugelassen hat, unter der Bedingung, dass keine Entlassungen stattfinden.

Banken Galicia, Santander und BBVA

Diese drei Banken haben gemeinsam ein sogenanntes Fintech-System eingeführt, unter dem Namen Play Digital, das eine Online-Plattform betreibt, wie die von Mercado Pago, die der Firma Mercado Libre gehört. Die neue Plattform erlaubt Zahlungen über Mobiltelefone, ohne Identifizierung über das CDU des Bankkontos. Mercado Pago zählt schon mit 3,4 Mio. Benutzern und 700.000 angeschlossenen Einzelhandelsgeschäften.

OCA

Dieses Postunternehmen, das einst führend war und sich in Konkurs befindet, und von einem Gerichtsverwalter (Pablo Tejada) verwaltet wird (der ein Freund des Richters ist, und keine Ahnung vom Postgeschäft hat), soll unmittelbar zum Verkauf ausgeschrieben werden, mit einem Grundpreis von u$s 17,6 Mio. Im Dezember war der Wert des Unternehmens von Buchprüfern auf u$s 37 Mio. festgesetzt worden, was jedoch nicht der Wirklichkeit und den Marktbedingungen entspricht. Vor zwei Wochen hatte der Unternehmer Campici u$s 5 Mio. geboten, was abgelehnt wurde. OCA gehörte ursprünglich Alfredo Yabrán, der die Firma 1997 an Exxel-Group für u$s 450 Mio. verkaufte. Yabrán soll Selbstmord verübt haben, wurde jedoch danach im Ausland mehrmals gesehen. Zur Zeit von Yabrán verteilte OCA auch Drogen, was ein sehr gutes Geschäft war. Doch als dies aufflog, geriet Yabrán in Schwierigkeiten. OCA hat gegenwärtig einen Jahresumsatz von ca. u$s 120 Mio., weist Schulden von über $ 15 Mrd. aus, die zum größten Teil auf die AFIP entfallen. Das ursprüngliche Geschäft der Firma, die Verteilung von Briefen, ist wegen Fax und Internet zusammengebrochen. Aber die Verteilung von Paketen hat allgemein als Folge des Online-Handels (Mercado Libre) zugenommen. Die Belegschaft, von etwas unter 7.000 Personen, muss auf alle Fälle abgebaut werden, was ein Problem mit den Entschädigungen stellt. Wem OCA wirklich gehört, weiß man nicht. Es wird vermutet, dass es Hugo Moyano ist, der die Firma bis vor Kurzem über seinen Strohmann Farcuh verwaltete, wobei auch bei Campici der Verdacht besteht, dass er sein Strohmann ist, Da die Arbeitnehmer von OCA zu seiner Lastwagengewerkschaft gehören, hat er ohnehin ein direktes Interesse am Fall.

Historisches Liebestohuwabohu

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APM Terminals

Diese Firma, die am Hafen von Buenos Aires tätig ist, hat einen Tunnel für gekühlte und gefrorene Fracht in Betrieb genommen, der besonders für den Export von Fleisch und Obst bestimmt ist. Als erstes wurde er für eine Ladung von Zitronen verwendet, die nach den USA exportiert werden. Der Tunnel erlaubt, die Temperatur zu kontrollieren, bis zu minus 35 Grad, so dass die Produkte während der Umladung von Lastwagen auf Schiffe gut erhalten werden.

Axion

Dieses Unternehmen, das dem Konzern Pan American Energy (PAE) gehört und die Raffinerien und Tankstellen der US-Firma Esso übernommen hat, hat im Vorort Campana, wo es schon eine Raffinerie betreibt, eine neue Raffinerie in Betrieb genommen, mit einer Investition von u$s 1,5 Mrd., die 2015 begonnen wurde. Bei der Einweihung wurde Präsident Alberto Fernández vom Vorstandsvorsitzenden der Firma, Alejandro Bulgheroni, und dem Geschäftsführer Marcos Bulgheroni (von Bridas, dem argentinischen Partner bei PAE) empfangen. Die Raffinerie erzeugt Premium-Dieselöl, das gegenwärtig ganz importiert wird, 2019 in Höhe von u$s 1,12 Mrd. Dieses Dieselöl hat kaum noch Schwefel, wobei 2024 das gesamte im Land verbrauchte Dieselöl einen extrem niedrigen Schwefelgehalt haben muss.

Die Wiederbelebung der US-Raumfahrt

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