Geschäftsnachrichten

Vista Oil & Trafigura

Das Erdölunternehmen Vista Oil, kontrolliert vom ehemaligen YPF-Geschäftsführer Miguel Gallucio, hat sich mit Trafigura, die auch auf dem Gebiet des internationalen Erdölhandels tätig ist, zusammengetan, um gemeinsam u$s 250 Mio. in 20 Bohrungen in Vaca Muerta zu investieren. Vista Oil ist der drittgrößte Erdölproduzent im Land, und der zweite bei der Ausbeutung von “shale oil” in Vaca Muerta. Trafigura betreibt in Argentinien auch eine Raffinerie in Bahía Blanca, 350 Tankstellen und 50 Vertriebsstellen für die Landwirtschaft.


Mercado Libre

Dieses Unternehmen, das führend beim lokalen Internethandel ist und von Marcos Galperin kontrolliert wird, hat über ihre Abteilung “Mercado Crédito” Kredite an kleine und mittlere Unternehmen (Pymes) seit Beginn der Pandemie in Höhe von u$s 2,7 Mrd. erteilt. Ein großer Teil der Kreditnehmer hatte keinen Zugang zu Banken. Bis Dezember 2020 wurden 3,5 Mio. Kredite an über eine Million Kleinunternehmen in der Region erteilt, die fast immer als Arbeitskapital eingesetzt wurden. Mercado Libre konnte dieses Kreditgeschäft ausbauen, weil die Banken sehr bürokratisch sind, und den Kleinunternehmen den Zugang zu einem Kredit erschweren. Es wurde nicht bekanntgegeben, woher Mercado Libre die Mittel erhält, um diese Kredite zu erteilen.


Kimberley Clark

Dieses US-Unternehmen der Papierindustrie, das sich vor 28 Jahren auch in Argentinien niedergelassen hat, hat eine Investition von u$s 20 Mio. angekündigt, um die Produktion von Windeln in ihrer Fabrik in San Luis zu erweitern, und so auch den Export nach lateinamerikanischen Ländern zu erhöhen. Dabei wird die letzte Technologie eingeführt und die ganze Fabrik modernisiert. Kimberley Clark ist auf diesem Gebiet weltweit führend, betreibt in Argentinien auch eine Fabrik im Vorort Pilar und beschäftigt im Land 1.200 Arbeitnehmer.


Ford

Dieses führende Kfz-Unternehmen hat die Schließung ihrer Finanzabteilung Ford Credit in Argentinien und Brasilien bekanntgegeben. Die Firma übernimmt dabei einen Verlust von u$s 375 Mio. Die Finanzierung der Verkäufe wird jetzt über die Bank ICBC erfolgen. Ford hat seit drei Jahren eine tiefgreifende strukturelle Wandlung in Südamerika durchgeführt, auf der Grundlage, die Fabrikation auf Pick-ups und SUV-Automobile zu konzentrieren. Die Lastwagenfabrikation wurde aufgegeben, und die Fabrik, in der sie hergestellt wurden, in San Bernardo do Campo, in Brasilien, wurde geschlossen. Anfang 2021 beschloss die Firma, die Fabrik im Camacarí, Bahía (Brasilien) zu schließen, in der die Modelle Ka und Ecosport erzeugt wurden. Gleichzeitig wurde eine Investition von u$s 580 Mio. in der Fabrik in Argentinien (im Vorort Pacheco) in Angriff genommen.


Compañía General de Combustibles

Dieses Unternehmen, das unlängst sein hundertjähriges Bestehen feierte, gehörte ursprünglich der Familie Soldati, die ihre Kontrollmehrheit dann verkaufte. Jetzt gehört das Unternehmen zu 70% dem Konzern Corporación América, kontrolliert von Eduardo Eurnekian, der auch die lokalen Flughäfen betreibt, und zu 30% der Sociedad Comercial del Plata. CGC hat jetzt Sinopec Argentina Exploration and Production gekauft, die lokale Filiale der chinesischen Sinopec. Dadurch erhöht CGC seine Produktion von Erdöl und Gas auf über 50.000 Barrel pro Tag (wobei das Gas hier auf Erdöleinheiten umgerechnet wird). Die Förderung von CGC besteht jetzt zu 63% aus Erdöl und 37% aus Gas. Vorher waren es 85% und 15%. Die Reserven nehmen dabei um ca. 50% zu.


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