• Argentinisches Tageblatt

Geschäftsnachrichten

Loma Negra

Dieses führende Unternehmen der Zementindustrie, gegründet 1926, das von Alfredo Fortabat und nach seinem Tode von seiner Frau Amalia kontrolliert wurde, und vor einigen Jahren auf die brasilianische Camargo Correa überging, hat diese Woche eine zweite Produktionslinie ihrer Fabrik L’Amalie, in Olavarría, Provinz Buenos Aires, in Betrieb genommen. Die Zementproduktion soll dadurch um 2,7 Mio. Jato erweitert werden, was einer Zunahme von 40% entspricht. Die Investition betrug u$s 350 Mio. Der Geschäftsführer der Firma, Sergio Faifman, erklärte, diese Erweiterung der Produktionskapazität treffe mit einer starken Erholung der Bauwirtschaft zusammen, so dass für ganz 2021 mit einer um 14% erhöhten Zementnachfrage gerechnet werde.


Viterra

Diese multinationale Firma, mit Sitz in der Schweiz, die bisher unter dem Namen Glencore auftrat, und in Argentinien als Oleaginosa Moreno (ein Unternehmen, das sie übernommen hat), ist jetzt führend beim Export von Sojamehl und Soja-Expellers, mit einem Export von 1,6 Mio. Tonnen in 5 Monaten 2021, gleich 19,3% des gesamten Exportes dieser Produkte. An zweiter Stelle steht Molinos Agro (vom Konzern Perez Companc), mit 1,9 Mio. Tonnen (gleich 14,2%). Bei Sojaöl hatte Viterra mit 629.000 Tonnen auch eine führende Stellung, gefolgt von Molinos Agro mit 490.400 Tonnen (15%). Diese Führungsposition von Viterra wurde durch den Einsatz von Betrieben des Vicentin-Konzerns erreicht, nachdem dieser nicht weiter tätig sein konnte, und die Gläubiger vor Gericht einberief. Außerdem ist Viterra über Renova, ein Gemeinschaftsunternehmen mit Vicentin, das Soja verarbeitet, auch auf diesem Gebiet tätig. Um das Überleben von Renova zu ermöglichen, zahlte Viterra Schulden des Unternehmens gegenüber ausländischen Banken. Von den 89,78 Mio. Tonnen Getreide, Ölsaat und deren Produkten, die in der Landwirtschaftsperiode 2020/21 exportiert wurden, entfielen 12,7 Mio. auf Cargill, 11,7 Mio. auf die chinesische Cofco und 19,4 Mio. Tonnen auf Viterra. Es fehlt somit nur wenig, um auf den ersten Platz aufzusteigen.


Newsan Foods

Dieses Unternehmen, das zum Newsan-Konzern gehört, kontrolliert von Ruben Cherñajovsky, und führend auf dem Gebiet der Elektronik in Tierra del Fuego, hat eine Investition von $ 200 Mio. in Angriff genommen, um im Beagle-Kanal ein Projekt zu entwickeln, das sich auf die Zucht von Miesmuscheln (“mejillones”) bezieht. Der Präsident von Newsan Foods, Luis Galli, erklärte, die Firma exportiere schon an über 70 Länder, mit einem Gesamtexport im Jahr 2020 von u$s 180 Mio. Jetzt sollen die Miesmuscheln hinzukommen.


Biogénesis Bagó

Dieses lokale Unternehmen hat eine Investition von u$s 14 Mio. vollendet, die in ihrer Fabrik im Vorort Garín durchgeführt wurde, und zur Erzeugung von Impfstoffen und Verhütungsmitteln für die Maul- und Klauenseuche bestimmt ist. Die Kapazität wurde dabei auf 60 Mio. Dosen Impfstoffe für Maul- und Klauenseuche pro Jahr erweitert. Der Geschäftsführer des Unternehmens, Esteban Turic, erklärte, es handle sich um das Ergebnis der gemeinsamen Arbeit mit wissenschaftlichen lokalen und internationalen Anstalten, also einer öffentlich-privaten Kooperation. Biogénesis ist ein Gemeinschaftsunternehmen des Pharmaunternehmens Bagó und dem Insud-Konzern (über seine Tochtergesellschaft Chemo). Die Belegschaft beträgt 900 Personen.


Simplot Argentina

Das US-Unternehmen Simplot und der lokale Unternehmer Fabio Calcaterra (Vetter von Mauricio Macri) haben 2019 eine Fabrik in Luján de Cuyo, Provinz Mendoza, in Betrieb genommen, die sich mit der Erzeugung von gefrorenen “pommes frites” u.dgl. befasst und in Argentinien mit der kanadischen McCain konkurriert, die einen Marktanteil von 75% hat, gegen 25% bei Simplot. Die Firma hat jetzt u$s 20 Mio. investiert, um die Kapazität zu erweitern, die zu den ca. u$s 100 Mio. hinzukommen, die schon investiert wurden. Die Produktion soll jetzt von 50.000 Jato (2020) auf 90.000 Jato erhöht werden, was einen Umsatz von einer Größenordnung von u$s 100 Mio. im Jahr darstellt. Die Kapazität beträgt 120.000 Jato. Von der Produktion sind drei Viertel für den Export bestimmt, besonders nach Brasilien. Die Kartoffeln von Mendoza haben besondere Eigenschaften, die den “pommes frites” eine gute Qualität verleihen. Simplot unterstützt die Landwirte, um die Technologie bei der Erzeugung von Kartoffeln zu verbessern.

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