• Argentinisches Tageblatt

Geschäftsnachrichten

Cresud

Dieses landwirtschaftliche Unternehmen des Konzerns von Eduardo Elsztain (IRSA), hat den Schlachthof Carnes Pampeanas, in der Provinz La Pampa, für u$s 10 Mio. an einen Konzern verkauft, der von der Familie Lequio kontrolliert wird, der schon in Entre Ríos den Schachthof Alberdi besitzt. Cresud hatte den Schlachthof, der in der Nähe der Provinzhauptstadt Santa Rosa liegt, 2007 gekauft. Er kann 9.500 Rinder pro Tag schlachten, verfügt über einen Anteil an der Hilton-Exportquote, ist auch für den Export nach USA u.a. Ländern zugelassen und liefert auch Koscher-Fleisch nach Israel. Der Verkauf findet gleichzeitig mit der Kapitalerhöhung von Cresud statt, die u$s 42,5 Mio. betragen soll.


Honda Motor Argentina

Dieser in Argentinien führende Motorradfabrikant hat bekanntgegeben, dass er u$s 5 Mio. investiert habe, um ein neues Modell zu erzeugen. In den letzten zwei Jahren hatte die Firma schon u$s 15 Mio. investiert, um die Integration mit lokal erzeugten Teilen voranzutreiben.


Vicentin

Eine Gruppe von ca. 70 Gläubigern der Firma Vicentin, die 25% bis 30% des Schuldbetrages der Firma darstellen, haben dem zuständigen Richter einen Vorschlag unterbreitet, der im Wesen darin besteht, einen großen Teil dieser Schuld in Kapital umzuwandeln. Der Kapitalanteil der bestehenden Aktionäre würde dabei stark schrumpfen. Denjenigen, die diese Umwandlung von Forderungen in Kapital nicht annehmen, soll die Forderung mit Abschlag und langfristig bezahlt werden. Das bestehende Konkursrecht (aus dem Jahr 1994) erlaubt derartige Lösungen, weil es sich am US-Vorbild inspiriert, das der Erhaltung des Unternehmens Vorrang vor den Interessen der Aktionäre erteilt. Wenn dieser Vorschlag angenommen wird, dann könnte Vicentin wieder als Exporteur von Ölsaat und Getreide, und auch als Fabrikant und Exporteur von Sojaöl und -mehl tätig sein. Vicentin ist als Unternehmen, das weiter tätig ist, viel mehr Wert als sich beim Verkauf der Aktiven ergibt. Die Schuld von Vicentin beträgt $ 23,95 Mrd. und u$s 31,21 Mrd.


Pemex

Dieses staatliche mexikanische Erdölunternehmen schloss 2020 mit einem Verlust von u$s 21,42 Mrd., mit Abstand der höchste der Geschichte der Firma. Es waren 38,2% mehr als der Verlust von 2019. Die Schuld des Unternehmens übersteigt die u$s 100 Mrd. und liegt um 13,9% über dem Vorjahr. Generaldirektor Octavio Romero Oropeza, wies darauf hin, dass 2021 eine Besserung eingetreten sei. Er führte den Verlust auf den Rückgang der internationalen Nachfrage und den Preisverfall für Erdöl zurück. Präsident Manuel López Obrador hat einen neuen Kapitalbeitrag von u$s 4,82 Mrd. und eine Verringerung der Steuerlast angekündigt.


Globant

Dieses argentinische Informatikunternehmen, das vor 18 Jahren von Martín Migoya, Guibert Englebienne, Martín Umarán und Néstor Nocetti gegründet wurde, hat die britische CloudShift gekauft, die Informatikplattformen entwickelt und einrichtet. Globant hat eine phänomenale Expansion erlebt, mit mehreren Zukäufen, sodass die Firma jetzt eine Belegschaft von 16.250 Personen hat, fast alle hochqualifiziert, und in 16 Ländern tätig ist. Im Dezember 2020 hatte Globant schon die spanische Bluecap übernommen, die neue Informatik- und Geschäftsmodelle für Banken (wie Santander, CaixaBank und Sabadell) entwickelt hatte.


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