• Argentinisches Tageblatt

Geschäftsnachrichten

Cencosud

Dieser chilenische Konzern, der vornehmlich Supermärkte betreibt, stellte am Dienstag sein Investitionsprogramm für Argentinien für das Jahr 2021 vor, das insgesamt u$s 163 Mio. umfasst. Matías Videla, Geschäftsführer des Konzerns, und Diego Marcantonio, Geschäftsführer für Cencosud in Argentinien, teilten Industrieminister Matías Kulfas mit, dass sie gegenwärtig $ 1,91 Mrd. investieren, um 44 Supermärkte (Jumbo, Disco und VEA), 13 Easy-Lokale und ein Shopping-Center zu verbessern. Die Zahl der Easy-Lokale soll um sechs erweitert werden. Hinzu kommen $ 170 Mio. für die Inbetriebnahme neuer Anlagen, um Rindfleisch für den Export zu verarbeiten. Cencosud beschäftigt in Argentinien über 20.000 Menschen, ist in 18 Provinzen und 127 Gemeinden anwesend, mit über 330 Geschäften und 16 Shopping-Centers. Der Konzern beabsichtigt jetzt auch, ein digitales Supermarktmodell einzuführen, das sich besonders an Personen von 18 bis 30 Jahren richtet.


Concha & Toro

Dieses chilenische Weinunternehmen, eines der größten der Welt, hat die argentinische Weinkellerei Bandini, vom Drummond Konzern, mit Sitz in Luján de Cuyo, Provinz Mendoza, für u$s 11 Mio. gekauft. Concha & Toro hatte schon 1996 die lokale Weinkellerei Trivento gekauft, und stieg danach zum größten Exporteur von argentinischem Wein in Flaschen auf.


Albanesi-Konzern

Dieser lokale Konzern, geleitet von Armando Losón (Sohn), der mehrere Kraftwerke betreibt und führend auf dem Gasmarkt ist, hat ein Investitionsprogramm von u$s 600 Mio. angekündigt, das für die Einführung des kombinierten Zyklus und die Erweiterung seiner Kraftwerke bestimmt ist. In den letzten 13 Jahren hat der Konzern schon Investitionen von ca. u$s 1 Mrd. durchgeführt. Die Firma verhandelt gegenwärtig auch über eine Umschuldung, damit die Amortisationen bestehender Schulden das neue Investitionsprogramm nicht belasten. Konkret geht es jetzt um drei Projekte: 1. Das Kraftwerk in Ezeiza, das eine Kapazität von 150 MW hat, soll durch eine vierte Turbine 300 MW erreichen; 2. Das Kraftwerk Modesto Maranzana, in Córdoba, soll mit kombiniertem Zyklus ausgestattet werden, womit die Kapazität von 350 auf 475 MW steigt; 3. Das Kraftwerk in Arroyo Seco, Provinz Santa Fe, soll eine zusätzliche Kapazität von 130 MW erhalten. Vom Investitionsbetrag entfallen u$s 500 Mio. auf lokal erzeugte Anlagen und lokale Arbeitskräfte.


Mercado Libre

In der Corona-Krise hat der argentinische Onlinehändler Mercado Libre innerhalb von einem Jahr seinen Börsenwert verdreifacht. Am Montag kam der Konzern kurzzeitig auf eine Marktkapitalisierung an der Wall Street von mehr als u$s 100 Mrd. Damit ist Mercado Libre das wertvollste Unternehmen Lateinamerikas vor dem brasilianischen Bergbaukonzern Vale und der brasilianischen Energiefirma Petrobras. Mercado Libre gehört zu den großen Profiteuren der Corona-Krise. Das E-Commerce-Unternehmen funktioniert ähnlich wie Ebay oder Amazon und bietet Firmen einen Marktplatz im Internet. Die Kunden können dort beispielsweise Kleidung, Elektronik und Lebensmittel bestellen und sich nach Hause liefern lassen. Zudem hat die in den 1990er-Jahren von Studenten gegründete Firma ein eigenes Zahlungssystem im Internet entwickelt. Das Unternehmen ist in zahlreichen Ländern in Lateinamerika aktiv, mehr als die Hälfte seines Umsatzes erzielt es in Brasilien.


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