• Argentinisches Tageblatt

Geschäftsnachrichten

Delta Patagonia

Dieses lokale Unternehmen, dass die Brennstoffe der US-Marke Gulf Stream vertreibt, hat eine Investition von u$s 3 Mio. in Angriff genommen, um Brennstoffe dieser Marke im landwirtschaftlichen Bereich Argentiniens zu erzeugen und vertreiben. Davon wurden schon u$s 500.000 in eine Fabrik im Vorort Moreno investiert, um eine Produktlinie zu erzeugen, die spezifisch für die Landwirtschaft bestimmt ist. Es handelt sich um Schmierstoffe für Traktoren u.a. landwirtschaftliche Maschinen, Öl für Pulverisierung (“spray oils”) zum Schutz der Pflanzungen vor Insekten u.a. Der Investitionsplan der Firma für die Periode 2020/23 beläuft sich auf u$s 30 Mio.


Pedidos ya

Dieses Unternehmen, das Lebensmittel u.a. Waren für Haushalte über Onlinebestellungen liefert, und hier mit den Supermärkten konkurriert, hatte im April 2020 nur ein Warendepot (“dark store”), das nicht an das Publikum direkt verkauft, sondern nur für ihre Lieferungen dient, und betreibt jetzt schon 22. In einem Jahr sollen es dann 60 sein. Das erlaubt eine schnellere Belieferung wegen der Nähe des Depots zum Kunden. Diese Geschäfte empfangen die Bestellungen per Internet, stellen die Pakete zusammen, liefern kurzfristig und kümmern sich auch um das Inkasso. Ob sich dieses System weiter durchsetzt, wenn die Pandemie vorüber ist und die Menschen sich wieder in die Supermärkte begeben, ohne eine Ansteckung zu befürchten, sei dahingestellt. Denn die meisten Menschen sehen sich im Supermarkt die verschiedenen Waren an, und entscheiden erst dann den Kauf. Außerdem ist es für viele ein Spaziergang, vor allem in den großen, wie Jumbo, die ein ausgedehntes Sortiment bieten.


Edenor

Das Kontrollpaket von 51,8% des Kapitals dieses Stromverteilungsunternehmens, das den Dienst im nördlichen Teil der Bundeshauptstadt und der nördlichen Umgebung betreibt (mit 2,5 Mio. Kunden, die 9 Mio. Personen umfassen), wurde von Marcelo Mindlin (der den Konzern Pampa Energía kontrolliert) an eine Gruppe von Unternehmern für u$s 100 Mio. verkauft, die sich aus dem Politiker und ehemaligen Innenminister von Menem, José Luis Manzano, dem Fernsehunternehmer Daniel Eduardo Vila (von Grupo América), Mauricio Filiberti und (nicht genannten) Investitionsfonds zusammensetzt.

Edenor ist 1992 entstanden, als die staatliche Segba privatisiert und aufgeteilt wurde, und dabei zwei reine Verteilungsunternehmen, Edenor und Edesur, entstanden. Der ursprüngliche Konzessionsvertrag wurde ab 2002 nicht mehr eingehalten, so dass das Unternehmen von willkürlichen Regierungsentscheidungen abhängt. In 9 Monaten 2020 wies die Bilanz einen Verlust von $ 1,84 Mrd. aus, der sich mit einem Gewinn von $ 17,06 Mrd. in der gleichen Vorjahresperiode vergleicht. Edenor schuldet der staatliche Cammesa, die den Grossistenmarkt für Strom betreibt, $ 14,41 Mrd. In der Tat bestimmt die Regierung gegenwärtig über die Bruttogewinnmarge des Unternehmens, so dass die Firma nur rentabel werden kann, wenn eine rationale Beziehung mit der Regierung besteht.

Edenor hat von Beginn an gute Arbeit geleistet, und die Pannen beim Stromdienst auf einen Bruchteil verringert, sowohl was die Zahl derselben betrifft, wie die Dauer der einzelnen Stromausfälle. Doch schließlich hängt die Qualität des Dienstes von den Mitteln ab, über die das Unternehmen für Instandhaltung und Investitionen verfügt, und diese werden von der Regierung bestimmt. Der Nettogewinn des Unternehmens betrug auch in guten Zeiten nur einen minimalen Bruchteil des Stromtarifs, so dass die Entscheidung, ob die Firma Geld verdienen soll oder nicht, bei der Tarifpolitik keine Rolle spielt. Dennoch steht Cristina Kirchner auf dem Standpunkt, dass auch dieses Unternehmen nichts verdienen soll. Im Grunde wäre ihr eine Rückverstaatlichung lieber. Was sich die Käufer der Kontrollmehrheit bei der Übernahme gedacht haben, ist nicht bekannt. Geld verlieren will bestimmt niemand.


Terragene

Dieses lokale Unternehmen, das sich der Herstellung und Vertrieb von Molekülen widmet, die wie Impfstoffe für Pflanzenschutz bestimmt sind, hat schon einen großen Teil der vorgesehenen Investition von u$s 4,5 Mio. eingesetzt. 30 verschiedene Produkte werden schon vertrieben. Sie werden vornehmlich beim Anbau von Kartoffeln, Tomaten und Trauben eingesetzt, und es bestehen schon Anträge für den Einsatz bei Weizen, Mais und Sojabohne. Das Unternehmen sieht vor, binnen 5 Jahren einen Umsatz von u$s 40 Mio. zu erreichen.


Metrovías

Der gegenwärtige Betreiber der städtischen U-Bahnen, Metrovías, hat die Ausschreibung für die weitere Betreibung während 12 Jahren, mit einer Option auf zusätzliche 3 Jahre, gewonnen. Metrovías gehört zum Konzern Benito Roggio, der auf dem Gebiet öffentlicher Bauten tätig ist, und erhielt die ursprüngliche Konzession im Rahmen der Privatisierungen der Menem-Regierung am 1.1.1994. Die U-Bahnen hingen von der Bundesregierung ab, und wurden damals auf die Stadtverwaltung übertragen, die für diesen Zweck das Staatsunternehmen SBASE geschaffen hat, das mit dem Konzessionär zusammenarbeitet. Unter den Stadtregierungen von Mauricio Macri und Honracio Rodriguez Larreta funktionierte diese Zusammenarbeit sehr gut. Metrovías konkurrierte bei der Ausschreibung, die die Firma jetzt gewonnen hat, mit einer Tochtergesellschaft des U-Bahn-Betreibers von Paris (Metro de Paris) mit Alsthom u.a. Metrovías zählt jetzt mit dem technischen Beistand der Deutschen Bahn. Metrovías verpflichtet sich, technologische Besserungen einzuführen und auch zu Investitionen von ca. u$s 150 Mio. Da der U-Bahn-Tarif nur etwa die Hälfte der Kosten deckt, ist auch vorgesehen, dass die Stadtverwaltung für den Rest aufkommt.

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