• Argentinisches Tageblatt

Geschäftsnachrichten

(Vom 1.11. bis 8.11.)

Genneia

Dieser Kraftwerkbetreiber hat bekanntgegeben, dass er die drei Anlagen von Windkraftwerken für insgesamt u$s 320 Mio., die in der Provinz Chubut geplant waren, zunächst nicht errichten wird. Die Entscheidung beruht auf der neuen Devisenbewirtschaftung, die das Unternehmen zwingt, den gesamten Kredit, der für das Projekt bestimmt ist, in Pesos zu verrechnen, obwohl ein großer Teil der Mittel für Zahlungen an ausländische Lieferanten und Garantien bestimmt ist. Die ZB habe sich nicht bereit erklärt, dieser Lage Rechnung zu tragen. Genneia hatte eine Finanzierung auf 15 Jahre zu 6% von Förderungsbanken von Deutschland, der Niederlande und Dänemark erhalten, die jetzt verloren geht. Die Aufhebung des Projektes habe auch zahlreiche Probleme mit Lieferanten geschaffen.


Mercado Libre

Dieses Unternehmen, das sich mit Handel über Internet befasst und von Marcos Galperín gegründet wurde und jetzt von ihm kontrolliert wird, wies in 9 Monaten 2019 einen Verlust von u$s 118 Mio. aus, wobei es allein im 3. Quartal u$s 146,1 Mio. waren, obwohl die Einnahmen in diesem Quartal mit u$s 603 Mio. um 90,5% über dem Vorjahr lagen. Der Verlust ist einmal auf eine Reserve für hinausgeschobene Steuerzahlungen in Höhe von u$s 91,5 Mio. in Mexiko und Kolumbien zurückzuführen, dann aber auch auf neue Geschäfte, wie Marketplace und Payments, die hohe Sonderausgaben für die Einführung erforderten.


Jan de Nul

Die belgische Firma Jan de Nul erhielt den Zuschlag für die Baggerung der Häfen Ingeniero White, Galván und Rosales (bei Bahía Blanca) für 27 Monate. Die Firma betreibt schon seit Anfang der 90er Jahre die Konzession für die Baggerung des Paraná-Flusses, vom Rio de la Plata bis Santa Fé, und zählt mit sechs Baggern, die mit moderner Technologie ausgestattet sind. Jan den Nul ist weltweit führend auf dem Gebiet der Baggerung und damit zusammenhängenden Tätigkeiten. Gegenwärtig ist Jan de Nul in 150 Ländern tätig, hat einen Jahresumsatz von ca. u$s 3 Mrd. und beschäftigt 7.000 Personen.


Techint

Dieser multinationale Konzern, mit Hauptsitz in Argentinien (wo er nach dem Krieg vom Italiener Agostino Rocca gegründet wurde, Großvater des gegenwärtigen Konzernleiters Paolo Rocca), hat in Chile den Zuschlag für das Projekt, den Bau und die Betreibung einer Anlage erhalten, die für die Entsalzung von Meerwasser bestimmt ist, welches das Kupferunternehmen Codelco verwendet. Techint bildet für diesen Zweck einen Konzern mit der japanischen Marubeni und der chilenischen Transelec, hat dabei jedoch die Führungsrolle.

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