• Argentinisches Tageblatt

Geschäftsnachrichten

Vom 28.2. bis 6.3.

Vista Oil

Dieses Erdölunternehmen, das von Miguel Gallucio (ehemaliger YPF-Präsident unter Cristina Kirchner) kontrolliert wird, hat das Aktienpaket von Aleph Midstream bei ihrem Transportunternehmen für u$s 37,8 Mio. gekauft. Außerdem gab Vista bekannt, dass sie die Aktien von Minderheitsaktionären (zum Teil hohe Beamte der Firma) kaufen wird, die 1,4% des Kapitals ausmachen. Aleph Midstream sollte sich mit dem Bau und der Betreibung der neuen Gasleitungen befassen, die das Gas von Vaca Muerta befördern sollten. Das wurde jedoch vertagt, so dass die Firma nur eine Konzession erhielt. Letztes Jahr hatte Aleph Midstream einen Umsatz von u$s 415,98 Mio. Wie sich Vista Oil die Mittel für diesen Kauf beschafft hat, weiß man nicht. Es wird vermutet, dass Cristina Kirchner auch Aktionärin ist, nachdem sich Gallucio mit ihr vor einiger Zeit in Kuba getroffen hat.


Molinos Río de la Plata

Dieses führende Unternehmen der Lebensmittelindustrie, das 1902 vom Konzern Bunge & Born gegründet und 1990 von Perez Compac übernommen wurde, weist in der Bilanz des Jahres 2019 einen Verlust von $ 1 Mrd. aus, der zu einem von $ 1,16 Mrd. 2017 und einem von $ 2,62 Mrd. 2018 hinzukommt. Dennoch hat die Firma in den letzten 3 Jahren Investitionen von $ 3,1 Mrd. vollzogen, sowohl für Modernisierung der Fabriken wie für neue Geschäfte. Trotz der ungünstigen Lage hat sich Molinos dem Programm der “gepflegten Preise” angeschlossen, bei dem es bestimmte Markenprodukte billiger verkauft, was auch zum Verlust beiträgt. Finanziell hat Molinos den Verlust u.a durch den Verkauf ihrer Tochtergesellschaft Dalverde ausgeglichen. Doch Anfang 2019 kaufte Molinos die Firma La Salteña, die gewinnbringend ist.


Eramet

Dieses französisch-multinationale Unternehmen hat ihr Lithiumprojekt in Salta, für das eine Investition von u$s 600 Mio. vorgesehen war, auf unbestimmte Zeit hinausgeschoben. Als Grund wurde die Ungewissheit über die Entwicklung der argentinischen Wirtschaft und des Wechselkurses angegeben. Die Firma erwarte von der Regierung, dass sie sie aus den Bestimmungen der Devisenbewirtschaftung ausnimmt. Präsident Macron hatte dieses Projekt in sein Gespräch mit Alberto Fernández eingeschlossen.


YPF Luz

Diese Tochtergesellschaft des Erdölunternehmens YPF, die sich mit Stromerzeugung befasst, ist 2019 zum größten Produzenten von Elektrizität aus Windkraftwerken aufgestiegen. Der Windpark “Parque Eólico Manantiales Behr”, 50 km von Comodoro Rivadavia, Provinz Chubut, entfernt, lieferte 2019 laut CAMMESA 526 MWSt., was 11% der landesweit mit Windkraftwerken erzeugten Energie darstellt. Der Park verfügt über 30 Windanlagen, mit einer Kapazität von 99 MW, wobei das Verhältnis der Stromerzeugung zur Kapazität wegen des ständigen starken Windes zu den höchsten der Welt zählt. Das macht diesen Windpark besonders Effizient. Als Komplement zum Windpark errichtet das Unternehmen dort ein Wärmekraftwerk von 48 MW, das das Gas der Lager der Umgebung nutzt, das nicht an das nationale Röhrennetz geliefert werden kann. Insgesamt hat YPF Luz (gegründet 2013) eine Kapazität von 1.819 MW, zu der noch 634 MR. von Kraftwerken hinzukommen, die sich in der Bauphase befinden. Partner von YPF bei der Stromerzeugung ist eine Filiale von General Electric Services, die auch das Know how auf diesem Gebiet beiträgt.

Ungewissheit über die Wirtschaftspolitik

Von Juan E. Alemann

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