• Argentinisches Tageblatt

Geschäftsnachrichten

Vom 24.1. bis 31.1.

Vicentin

Dieses Großunternehmen, das beim Export von Getreide, Ölsaaten und deren Produkten an zweiter Stelle steht, und einer der größten Verarbeiter von Sojabohne ist, ha 50 Tage nach der Einstellung der Zahlungen einen Vorschlag an die Gläubiger vorgelegt, der in Zahlungen von 20% der Schuld in bar und 80% binnen 8 Jahren besteht. Kleine Schulden, bis zu u$s 30.000, die gegenüber 1.200 Gläubigern bestehen, sollen kurzfristig bezahlt werden. Bei großen Gläubgern, die auch Lieferanten von Ölsaaten sind, ist eine vorzeitige Rückzahlung der Schuld vorgesehen, sofern sie weiter Ölsaaten an Vicentin liefern. Der größte Gläubiger ist die Banco Nación, mit $ 18,7 Mrd. Die neue Bankleitung untersucht jetzt, ob es keine Unregelmäßigkeit gab, da die Bank angeblich der Firma einen anormal hohen Betrag geliehen hat. Vicentin will jetzt die drei Fabriken in Santa Fé, die seit Mitte Dezember stillstehen, wieder in Gang setzen, deren Belegschaft von ca. 2000 Personen zeitweilig entlassen wurde. In diesem Sinne wurden schon Abkommen mit mehreren großen Exporteuren von Sojaprodukten (Öl und Mehl) abgeschlossen, damit sie die Fabriken für die Verarbeitung ihrer eigenen Sojabohne verwenden und nur eine Gebühr bezahlen.


YPF

Dieses staatlich kontrollierte lokale Großunternehmen der Erdölwirtschaft, beabsichtigt dieses Jahr die Investitionen in Forschung und Förderung von Erdöl und Gas, sowie Anlagen für Bohrungen u.a. damit verbundene Ausgaben stark zu senken. 2019 waren es u$s 3,2 Mrd., und 2020 sollen es laut YPF-Präsident Guillermo Nielsen um die Milliarde weniger sein. 2016 hatte YPF noch u$s 4,3 Mrd. investiert.


Volkswagen

VW Group Argentina hat 2019 zum 16. Jahr in Folge die erste Stelle beim lokalen Kfz-Verkauf eingenommen, mit 71.861 Einheiten. Die Kfz-Fabrikation im Industriezentrum in Pacheco erreichte 2019 42.524 Einheiten, womit es seit der Aufnahme der Produktion schon 1,5 Mio. Einheiten sind, davon 560.000 Amarok, von denen 34.775 Einheiten exportiert wurden, davon 22.006 nach Brasilien. In der Getriebefabrik in Córdoba wurden 684.746 Getriebe erzeugt, die an die VW-Fabriken in Deutschland, der Slowakei, Tschechien, Spanien, Südafrika, USA, Mexiko und Brasilien geliefert wurden.


Despegar

Diese bedeutende lokale Reiseagentur hat die mexikanische Best Day Travel Group für u$s 136 Mio. gekauft. Dadurch wird eine Umsatzzunahme von ca. 25% erwartet. Despegar hatte schon im April 2019 die Geschäfte von Falabella Viajes in Argentinien, Chile, Kolumbien und Peru für u$s 27 Mio. übernommen. Despegar ist jetzt in 20 Ländern der Gegend anwesend, und hat über 18 Mio. Kunden.


Cresud

Dieser bedeutende Landwirtschaftskonzern, der mit dem Immobilienunternehmen IRSA zur Gruppe gehört, die von Eduardo Elzstain kontrolliert wird, hat Obligationen für u$s 20 Mio. untergebracht, mit der Möglichkeit, den Betrag auf u$s 40 Mio. zu erhöhen. Die Zinsen reichen von 7% bis 9%. Ein Teil der Obligationen lautet auf Pesos und wurde zu Badlar-Satz plus 6,50% verzinst.


IMPSA

Die Firma Industrias Metalúrgicas Pescarmona, mit Fabrik in Mendoza, gegründet von Luis Pescarmona und geleitet in den letzten Jahren von seinem Sohn, Enrique Pescarmona, die in Argentinien führend bei der Herstellung von Turbinen für Wasserkraftwerke ist, aber auch Kernkraftwerke u.a Unternehmen beliefert, vor allem mit großen Stahlteilen, hat ihre Schulden, die zwischen Dezember 2019 und Juni 2030 ablaufen, umgeschuldet, so dass keine unmitelbare fnanzielle Gefahr besteht. Doch gleichzeitig hat die Firma die Finanzgesellschaft Columbus Zuna beauftragt, einen Investor zu finden, sei es für eine Beteiligung oder für den Kauf von 100% der Aktiven. Die Familie Pescarmona besitzt nur 35% des Kapitals, nachdem die Firma eine schwere Krise überstanden hat, bei der u.a. Gläubiger zu Aktionären wurden. IMPSA hat gegenwärtig zwei Lieferverträge mit dem Kraftwerk Yacyretá, in Verbindung mit der paraguayischen CIE. Einer bezieht sich auf den Ersatz von sechs Turbinen durch neue (u$s 65,71 Mrd.) und der zweite auf die komplette Überholung von sechs Generatoren (u$s 25,09 Mio.). Außerdem hat die Firma einen Auftrag von YPF und einen weiteren für den Atomreaktor Carem erhalten.


4 vistas

© 2019 Tageblatt - All rights reserved

  • White Twitter Icon
  • White Facebook Icon
  • White Instagram Icon