• Argentinisches Tageblatt

Geschäftsnachrichten

(Vom 29.3.19 bis 5.4.19)

Deutsch-Argentinische Industrie- und Handelskammer (AHK Argentina)

Javier Pastorino, Präsident von Siemens South America, wurde für drei Jahre zum Präsidenten der AHK gewählt. Als Vizepräsidenten begleiten ihn Eduardo Coduri, Geschäftsführer von EY Argentina, Gaston Diaz Perez, Präsident für Lateinamerika von Robert Bosch, und August Münch, Geschäftsführer von Boehringer Ingelheim.


OCA

Der zuständige Richter hat den Konkurs (“quiebra”) dieses Postunternehmens beschlossen, nachdem drei Offerten für die Übernahme (“cram down”) abgelehnt wurden. Das Unternehmen soll jedoch weiterhin tätig sein, bis die Aktiven verkauft werden. Die Passiven betragen $ 4,49 Mrd., von denen 80% auf die AFIP entfallen. Hinzu kommt dann noch eine Schuld von $ 2,32 Mrd., die nach der Meldung vor Gericht entstanden ist. Die Bankkonten des Unternehmens sind in Höhe von $ 1,3 Mrd. beschlagnahmt. OCA hat eine Belegschaft von 6.500 Personen und wird von Patricio Farcuh kontrolliert, der vermutlich ein Strohmann von Hugo Moyano ist, zu dessen Gewerkschaft der Lastwagenfahrer auch die OCA-Angestellten gehören.


Nordex

Die deutsche Nordex Group hat Ende März einen Großauftrag in Argentinien gewonnen und liefert damit erstmals Anlagen der Delta4000-Baureihe nach Übersee. Der Auftrag umfasst die Windenergieanlagen (WEA) für die drei Windparkprojekte Chubut Norte II, III und IV. Auftraggeber des Windparks ist der Kraftwerksbetreiber Genneia, für den die Nordex Group derzeit bereits das argentinische Projekt Pomona I & II (113,1 MW) errichtet. In Summe umfasst der neue Auftrag ein Volumen von 166,4 MW, bestehend aus 38 Anlagen des Typs N149/4.0-4.5 mit einer installierten Leistung von jeweils 4,38 MW. Der Windparkkomplex entsteht in der Provinz Chubut bei Puerto Madryn. Die Errichtung der Turbinen ist im vierten Quartal 2019 vorgesehen. Nordex ist zudem über mehrere Jahre für den Service des Parks zuständig.


Edenor

Dieses Stromverteilungsunternehmen, das den nördlichen Teil der Bundeshauptstadt und die nördlichen Bezirke der Umgebung bedient, teilt folgendes mit. 1. Die Stromtarife werden von der Nationalregierung gemäß Gesetz 24.065, dem Konzessionsvertrag und der geltenden Rahmenordnung bestimmt. Seit der Tarifrevision von 2017 bis 2022 liegen die Einnahmen von Edenor unter der Inflation. 2. 71% der Einnahmen aus dem Stromverkauf entfallen auf die Zahlung der Elektrizität an die Lieferanten und Steuern. Die verbleibenden 29% werden nur für Betriebsausgaben, Investitionen und Bußen aufgewendet. Edenor verteilt seit 18 Jahren keine Dividenden. 3. 2017 hat die Firma $ 8,48 Mrd. für Investitionen bestimmt, 2018 $ 8,55 Mrd. Der mit dem Staat verpflichtete Betrag wurde 2018 um $ 1,6 Mrd. übertroffen. 4. 82% der Haushalte, die Edenor mit Strom versorgt, zahlten monatlich im Durchschnitt $ 866, einschließlich Steuern. 5. Auch nach den für 2019 vorgesehenen Tariferhöhungen gehörten die Edenor-Tarife zu den niedrigsten im Land und auch in Lateinamerika, und zwar für alle Kategorien. 5. Ab 2017 hat sich die Zahl der Unterbrechungen des Dienstes um 25% verringert, mit 6,9 Unterbrechungen pro Kunde im Durchschnitt. Das bedeutet, dass 99,74% des Dienstes reibungslos erfolgt.


TecPlata

Letzte Woche wurde diese Anlage am Hafen von La Plata effektiv in Betrieb genommen, mit der Ankunft des brasilianischen Schiffes Jacarandá von 200 Metern Länge, der Firma Log-In. TecPlata gehört dem philippinischen Konzern Ictsi, der in 32 Häfen in 19 Ländern tätig ist. Seit 2008 hat die Firma die Konzession für die Errichtung und Betreibung für 30 Jahre einer Hafenanlage in La Plata. Seither hat sie u$s 450 Mio. investiert. Das Unternehmen benötigt den Umschlag von 300 Containern im Monat, um in die Gewinnzone zu gelangen. Was noch fehlt, um diese Hafenanlage attraktiv zu machen ist die Autobahn von 3 km, die mit der Autobahn La Plata-Buenos Aires verbindet. Das Problem wird zunächst mit dem Zugang über die Straßen 60 und 120 von La Plata erfolgen. Der Hafen von La Plata ist für die Schiffe günstiger als der von Buenos Aires, weil der Zufahrtkanal, der von der tiefen Zone des Río de la Plata bis zum Ufer führt, kürzer ist. Der Hafen von Tec Plata verfügt über 41 ha, von denen 25 für Container bestimmt sind. Die Kapazität beläuft sich auf 450.000 Container, kann jedoch mit Zusatzinvestitionen verdoppelt werden.

0 vistas

© 2019 Tageblatt - All rights reserved

  • White Twitter Icon
  • White Facebook Icon
  • White Instagram Icon