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  • Argentinisches Tageblatt

Geschäftsnachrichten

(Vom 19.7. bis 26.7.)

Aerolíneas Argentinas

Der Geschäftsführer der zwei staatlichen Luftfahrtunternehmen, Aerolíneas Argentinas und Austral, Luis Malvido, erklärte, im Jahr 2018 habe das Schatzamt den Unternehmen ungerechnet an die u$s 200 Mio. gegeben, wobei es dieses Jahr ein höherer Betrag sein werde. Malvido beklagt sich über die aggressive Konkurrenz der privaten Airlines, besonders Latam, die sehr hohe Rabatte biete. Malvido wies darauf hin, dass sämtliche internationalen Routen von AA Verluste aufweisen. Er betonte, dass ein Konkurrenzunternehmen den Tarif für den Flug nach Miami, ohne Gepäck, auf u$s 500 festgesetzt habe, wobei dann ein anderes Unternehmen den gleichen Tarif mit Gepäck angeboten habe. Malvido stellte ein neues Produkt von AA vor, eine sogenannte “App” für Mobiltelefone, die mit der neuen Webseite des Unternehmens eine Investition von u$s 70 Mio. gefordert habe.


YPF Luz

Dieses Unternehmen der Elektrizitätswirtschaft, das eine Tochtergesellschaft von YPF ist (mit General Electric indirekt als Minderheitsaktionär), hat Obligationen für u$s 400 Mio. auf 7 Jahre zu 10,25% auf dem internationalen Finanzmarkt untergebracht. Es handelt sich um das vierte lokale Unternehmen, das in den letzten drei Woche Obligationen im Ausland untergebracht hat. Doch YPF zahlte bei 10 Jahren 8,75%, Telecom bei 7 Jahren 8% und Pampa Energía bei 10 Jahren 9,37%.


Kaeser Compresores

Die Tochtergesellschaft der deutschen Käser, die führend auf dem Gebiet der Pressgase und Pressluft ist, berichtet über einen Investitionsplan von u$s 50 Mio. in der Periode 2019/20. Die Filialen in Córdoba, Tucumán und Neuquén, sowie die Fabrik in Garín (nördlich der Bundeshauptstadt), sollen modernisiert werden. Ebenfalls sollen neue Ausbildungszentren geschaffen werden.


Molinos Río de la Plata

Dieses führende Lebensmittelunternehmen, das der Konzern Perez Companc in den 90er Jahren vom Konzern Bunge & Born übernommen hat, hat $ 1,2 Mrd. in eine neue Keksanlage in der Fabrik im Vorort Esteban Echeverría investiert, die u.a. die Produkte der Marken Gallo und Chocoarroz erzeugt. Bei der Einweihung waren Präsident Mauricio Macri und Gouverneurin María Eugenia Vidal anwesend.


Avianca

Die lokale Filiale der kolumbianischen Avianca, die Avian Lineas Aereas heißt, hat eine Gläubigereinberufung vor Gericht gemeldet. Seit Juni werden die Flugzeuge der Firma nicht mehr für Flüge eingesetzt. Das Unternehmen hat einen Konflikt mit der AFIP, weil es die MwSt. auf die Zahlungen berechnet, die es im Rahmen eines Leasing-Vertrages für die Flugzeuge zahlt. Aber die Passagen zahlen keine MwSt., so dass die Firma die Steuer nicht verrechnen kann, und die Auszahlung fordert. Die Firma will im Vergleich ihre Lage bereinigen, auch mit dem Personal, und dann den Dienst wieder aufnehmen.


BAPRO

Der Präsident der Banco de la Provincia de Buenos Aires (BAPRO), Juan Curutchet, kündigte eine neue weiche Kreditlinie an. Kleine und mittleren Unternehmen (Pymes), die ihren Betrieb in einem der 14 Industrieparks der Provinz haben, in denen sich Agenturen der Bank befinden, sollen Kredite zu 29% bis zu $ 20 Mio. auf bis zu 48 Monate für die Finanzierung von Investitionsprojekten, besonders für den Kauf von Maschinen und Anlagen, erhalten. Die Bank diskontiert schon vordatierte Schecks dieser Unternehmen zu 29%, und hat dieses Jahr dabei schon Kredite für $ 24,5 Mrd. gewährt.


Marfra

Dieses Unternehmen, das Baumwolle in einer ersten Stufe verarbeitet, strebt jetzt mit dem Kauf von Fabriken von Alpargatas eine vertikale Integration an, mit Spinnerei und Weberei von Baumwolle. Für die Fabrik in Corrientes hat die Firma angeblich u$s 6 Mio. bezahlt. Schon vorher hatte Marfra eine primäre Baumwollverarbeitungsanlage (“desmotadora”) im Chaco von Alpargatas für u$s 2,5 Mio. gekauft. Jetzt beabsichtigt die Firma, weitere u$s 3 Mio. zu investieren, um die Kapazität der Fabrik um 60% zu erhöhen. An erster Stelle werden Denim-Stoffe für “Jeans” und Arbeitsbekleidung erzeugt.


PAE & Genneia

Der Erdölkonzern Pan American Energy und der Kraftwerkbetreiber Genneia haben sich zusammengeschlossen, um zwei Windparkprojekte bei Puerto Madryn, Provinz Chubut, zu errichten, mit einer Gesamtkapazität von 140 MW, für die sie eine Investition von u$s 190 Mio. vorgesehen haben.