• Argentinisches Tageblatt

Geschäftsnachrichten

(Vom 12.7. bis 19.7.)

Banco Santander

Diese spanische Bank, deren lokale Filiale bis vor kurzem Santander-Rio hieß (weil sie seinerzeit die lokale Banco Río de la Plata vom Konzern Perez Companc gekauft hatte), hat ihre Zentrale in Buenos Aires auf ein neues Gebäude im Stadtteil Barracas, auf der Paseo Colón, Ecke Juan de Garay, verlegt. Es sind 52.000 qm Bürofläche in 11 Stockwerken und 4 Erdgeschossen, mit 100 Konferenzsälen und 70 Sälen für “coworking”. Im neuen Gebäude werden 2.500 Angestellte der insgesamt 9.000 der Bank tätig sein.

Die Investition für den Bau und die Anlagen des neuen Gebäudes betrug u$s 170 Mio. Hinzu kommen dann noch in diesem Jahr u$s 175 Mio. für technologische Entwicklung (Computer und alles, was dazugehört, einschließlich die Software). Dabei sollen auch 800 zusätzliche Angestellte aufgenommen werden, die auf dem Gebiet der Informatik ausgebildet sind. Die Bank befindet sich entschieden in einer Expansionsphase.

Bei der Einweihung war Präsident Mauricio Macri anwesend, begleitet von Stadtchef Horacio Rodríguez Larreta, Schatzminister Nicolás Dujovne, die vom Präsidenten und dem Geschäftsführer der Bank, Enrique Cristofani und Sergio Lew, empfangen wurden. Cristofani wies darauf hin, dass die Bank seit der Übernahme der Banco Río die Belegschaft verdoppelt und die Zahl der Kunden auf 3,7 Mio. versechsfacht habe.


Telecom Argentina

Dieses lokale Telefonunternehmen hat auf dem internationalen Finanzmarkt Obligationen für u$s 400 Mio. mit einer Laufzeit von 10 Jahren zu 8% untergebracht. Die Offerten betrugen u$s 2 Mrd., weshalb der ursprünglich vorgesehene Betrag von u$s 300 Mio. nachträglich erhöht wurde. Von den Käufern der Obligationen entfallen 50% auf die USA, 30% auf Europa, 7% auf Asien und 5% auf Lateinamerika. Der Betrag, den Telecom jetzt erhält, wird zu u$s 250 Mio. für die vorzeitige Tilgung von bestehenden Obligationen eingesetzt, die 2021 verfallen und unter pari aufgekauft werden können.


IATASA

Diese auf dem Gebiet des Baus von Dämmen für Wasserkraftwerke, Hafenanlagen, Errichtung von Fernleitungen für Strom, Bauten für Vermeidung von Überschwemmungen in der Stadt Buenos Aires u.dgl. führende Firma, hat ein Bürogebäude von 3.000 qm Fläche im Stadtviertel Parque Patricios eingeweiht.


Koppert

Dieser niederländische Konzern, der weltweit führend auf dem Gebiet der biologischen Systeme für die Landwirtschaft ist, hat die lokale Firma Nitrasoil übernommen, die sich seit 60 Jahren mit diesem Thema befasst, und dabei mit Bakterien gearbeitet hat, die die Qualität des Bodens verbessern. Die Firma hat dann auch eine Fabrik in Quilmes errichtet, in der sie Produkte für die Bekämpfung von Plagen erzeugt. Das Unternehmen hat auch in die USA, Italien und Paraguay exportiert. Koppert war schon in Brasilien und Chile präsent, und ist es jetzt auch in Argentinien. Die Firma wurde 1967 gegründet und ist in 120 Ländern tätig.


Trufas del Nuevo Mundo

Dieses Unternehmen hat ab 2011 20.000 Bäume (Eichen, Steineichen und Haselbüsche, auf spanisch robles, encinas y avelllanos) auf 50 Hektar in Espartillar, Provinz Buenos Aires, gepflanzt, um Trüffel (trufas) zu erzeugen. 2016 wurden die ersten Trüffel geerntet. Es ist der größte Betrieb auf diesem Gebiet, sowohl in Argentinien, wie auch in Südamerika. Die diesjährige Ernte von schwarzen Trüffeln von Perigord hat schon begonnen.

Vor einigen Jahren wurde die Produktion dieser essbaren Pilze in Argentinien aufgenommen, die eine große Rolle bei der Gastronomie einnehmen. Dieser Betrieb hat das Qualitätszertifikat vom INTECH (Instituto tecnológico de Chascomús), des CONICET und der Universität von San Martín erhalten. Die schwarze Trüffel wird als der “schwarze Diamant” der Gastronomie bezeichnet, und ist von den Chefs der Spitzenrestaurants sehr gesucht. Gelegentlich wird ein Kilogramm mit bis zu u$s 2.000 bezahlt. Die Trüffel wächst unter der Erde, weshalb trainierte Hunde notwendig sind, um sie aufzuspüren.


Mercedes Benz

Die lokale Mercedes Benz hat vom nationalen Transportsekretariat den Preis für “haltbare und sichere Mobilität” erhalten, den Josefina Furlong in Empfang genommen hat, die für den Bereich der sozialen Unternehmensverantwortung der Firma verantwortlich ist.

Frau Furlong wies darauf hin, dass Mercedes Benz mit diesem Preis seinen Kompromiss mit der Förderung einer Änderung des Paradigmas bestätige, mit der Überzeugung, dass ein kollaboratives Verhalten, ein stärkeres Bewusstsein über die Umweltpflege, mehr Respekt vor der Straßensicherheit und der Wille, kleine tägliche Gepflogenheiten bei jedem Mitarbeiter zu ändern, den Willen stärkt, um das Ziel zu erreichen.

Von den vielen Neuerungen von Mercedes Benz sei das neue Achsensystem bei den Lastwagen Actros und Arocs erwähnt, das in einem innovativen System der Achsenlenkung, einer präzisen Steuerung und einem breiteren Gestell besteht. Mit dem EQ-System wird die integrale elektrische Mobilität der Produkte, Dienstleistungen und Erneuerungen bezeichnet. Mercedes Benz war die erste Premium-Marke, die in Argentinien ein Fahrzeug mit alternativem Antrieb auf der Grundlage des Plugin-Systems eingeführt hat. Dabei wird der Konsum optimiert, mit Brennstoff für lange Strecken und Strom für kurze.


Genneia

Dieser Kraftwerkbetreiber hat einen Kredit auf 15 Jahre von u$s 131,5 Mio. für die Errichtung und Betreibung von Windanlagen für die Stromerzeugung erhalten. Der Kredit wurde von der deutschen Bank KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) mit Hermes-Garantie erteilt. Genneia hat schon einen Anteil von 30% an der Stromerzeugung durch Windparks. Der Kredit ist für einen weiteren in Chubut bestimmt.


Equifax

Diese Firma, die sich mit Kreditbewertung befasst, hat eine Investition von u$s 15 Mio. bekanntgegeben, die dazu bestimmt ist, Argentinien zu einem internationalen Zentrum für diese Technologie zu machen. Dabei sollen 100 zusätzliche Angestellte, zum großen Teil Fachleute, aufgenommen werden. Das Unternehmen hilft seinen Kunden, bessere finanzielle Entscheidungen zu treffen, sagte der Präsident für Lateinamerika der Firma, Christopher Jones. Der Dienst wird jetzt auch Landwirten, Versicherungsgesellschaften und vielen anderen angeboten. Auch diese Firma stützt sich auf das große lokale Angebot von gut ausgebildeten und talentierten Fachleuten auf dem Gebiet der Computertechnologie und des Internets.


IMPSA

Diese Firma, die ursprünglich Industrias Metalúrgicas Pescarmona hieß, die nach der schweren Finanzkrise nur noch zu 35% Enrique Pescarmona gehört, hat am Montag Präsident Mauricio Macri in Begleitung von Gouverneur Alfredo Cornejo in ihrer Fabrik in Mendoza empfangen, um ihm das Zentrum für technologische Entwicklung zu zeigen, in dem von Turbinen für Wasserkraftwerke bis zu wesentlichen Teilen des Reaktors CAREM 25M entwickelt werden. IMPSA hat unlängst die Turbine Nr. 200 erzeugt. IMPSA ist ein fortgeschrittenes technologisches Unternehmen, das die Regierung besonders interessiert.


Alpargatas

Dieses traditionelle Unternehmen, das 1889 vom Schotten Robert Frazer gegründet wurde, danach von seinen Nachkommen betrieben und in den 90er Jahren von einer brasilianischen Firma übernommen wurde, und lange Zeit nur die traditionellen Volksschuhe “Alpargatas” erzeugte, hat jetzt eine totale strukturelle Umwandlung vollzogen. Die Fabrikation von Textilien (vor allem Denim-Stoffen) wurde ganz aufgegeben, und die Firma konzentriert sich auf die Fabrikation von Sportschuhen. Die Textilfabrik im Chaco wurde an die Firma Marfra S.A. verkauft, die in dieser Provinz tätig ist. Die Fabrik im Vorort Florencio Varela wude an die Firma Cladd verkauft, die schon Fabriken in La Rioja und im Vorort Morón betreibt. Die Fabrik in Catamarca wurde an Fibran Sur verkauft, die schon in Florencio Varela tätig ist. Die Übertragung der vier Textilfabriken, für die Alpargatas insgesamt u$s 14,4 Mio. erhält, wird im Laufe dieses Jahres vollendet.

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