• Argentinisches Tageblatt

Geschäftsnachrichten

(Vom 5.7. bis 12.7.)

FADEA

Der Staat betreibt eine Flugzeugfabrik in Córdoba unter dem Namen FADEA, (Fábrica Argentina de Aviones). Die Fabrik wurde nach dem Krieg unter der Regierung von Perón errichtet, der damals ein Flugzeugmodell mit Hilfe deutscher Fachleute baute. In den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts hatte die Firma 80 Pucará-Flugzeuge an Uruguay, Kolumbien, Sri Lanka und Großbritannien geliefert.

Unter der Regierung von Menem wurde die Fabrik an die US-Firma Lockheed abgetreten, die sie jahrelang betrieb. Damals waren gebrauchte Flugzeuge dieser Firma für die Luftwaffe in den USA gekauft worden, die hier zunächst instand gesetzt werden mussten, so dass Lockheed ausreichende Arbeit für die Fabrik hatte. Dieses Geschäft ging dann zu Ende, und Néstor Kirchner verfügte schließlich die Rückverstaatlichung, wobei er dann versuchte, sich mit der brasilianischen Embraer über gemeinsamen Flugzeugbau zu einigen. Es kam jedoch nur zur Lieferung bestimmter Teile, was nicht entfernt ausreichte, um die Fabrik zu beschäftigen.

Erst unter der Macri-Regierung wurde die Fabrik wieder in Gang gesetzt. In der Vorwoche wurden zwei Flugzeuge des Modells Pampa für u$s 28 Mio. an Guatemala verkauft. Die Einheiten werden in diesem Jahr geliefert, und FADEA wurde auch mit der Wartung beauftragt. Diese Flugzeuge, die für Ausbildung der Piloten der Luftwaffe und Grenzkontrollen bestimmt sind, sind gleich wie andere, die die argentinische Luftwaffe bezogen hat. Außer dem Pampa arbeitet die Fabrik an der Instandsetzung von 8 Helikoptern für das Heer und die Gendarmerie. Ebenfalls wird FADEA sich mit der Instandhaltung von 40 Boeing 737 und Airbus 320 von Latam befassen, und auch die Wartung der Boeing 737-800 von Flybondi übernehmen, sowie auch die Firmen Andes, Jetsmart und Norwegian bedienen.

Die Bilanz von 2015 schloss mit einem Defizit von $ 1,4 Mrd. 2018 erhielt FADEA nur noch $ 340 Mio. vom Schatzamt, und dieses Jahr sollten es $ 260 Mio. sein, wobei es dank dem Guatemala-Geschäft weniger sein dürften. 2015 beschäftigte das Unternehmen 1.600 Arbeitnehmer, von denen 600 erst ab 2009 aufgenommen wurden. Unter der Macri-Regierung wurde die Belegschaft auf 800 Personen verringert, und jetzt wird wieder Personal aufgenommen. 40 Arbeitnehmer wurden schon im März-April aufgenommen und weitere 40 sind bis Ende Jahr vorgesehen. Die Betriebskosten wurden gesenkt, und auch die Verschuldung wurde verringert. Nach einem Jahrzehnt ohne ein einziges Flugzeug zu erzeugen, lieferte die Firma 2018 drei Pampa II für die Luftwaffe. Und jetzt kommt noch viel mehr hinzu.


San Antonio

Dieses Unternehmen, das Bohrungsdienste für Erdölunternehmen durchführt, hat u$s 48 Mio. in neue Anlagen und neue Technologien der Zementierung von Bohrungen und der Zerbrechung von Gestein investiert. Die Anlage EISAI-652 ist die modernste, die es im Land gibt. Sie ist für nicht konventionelle Bohrungen in Vaca Muerta bestimmt. Der Geschäftsführer der Firma, Walter Forwood, erklärte, San Antonio sei das einzige Unternehmen der Branche mit einem eigenen Trainingszentrum und internationalen Ausweisen.


BAPRO

Die Bank der Provinz Buenos Aires, geleitet von Juan Curutchet, hat eine Verdoppelung des Betrages bekanntgegeben, der für den Diskont von Schecks zu einem Sonderzinssatz von 29% eingesetzt wird. Es sind zusätzliche $ 4,6 Mrd. Im ersten Halbjahr 2019 hat die Bank $ 22 Mrd. für den Diskont von Schecks von kleinen und mittleren Unternehmen (Pymes) eingesetzt, 10% mehr als der Betrag, der im ganzen Jahr 2018 für diesen Zweck verwendet wurde.


Lineas Delta Argentino

Dieses Unternehmen, das seit 27 Jahren auf dem Gebiet des Flusstransports tätig ist, hat am Samstag der Vorwoche mit einem wöchentlichen Dienst von Tigre bis Carmelo, in Uruguay, begonnen, nachdem die Firma Cacciola, die den Personetransport im Tigre-Delta betreibt, diese Strecke aufgegeben hat. Lineas Delta Argentino wird zunächst für diese Strecke ihr Flussschiff Francisco C, mit einer Kapazität von 108 Passagieren, verwenden, beabsichtigt jedoch in Kürze ein größeres Motorschiff einzusetzen.

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