• Argentinisches Tageblatt

Geschäftsnachrichten

(Vom 7.6. bis 14.6.)

Telecom

Die lokale Telecom hat von BID Invest, der Tochtergesellschaft der interamerikanischen Entwicklungsbank für Kredite an den privaten Bereich, einen Kredit von u$s 300 Mio. auf 7 Jahre erhalten. Die Mittel sind dazu bestimmt, dass Telecom die technologischen Fortschritte aufnimmt und weitere Dienste bietet. In den letzten drei Monaten hat Telecom somit Kredite für insgesamt u$s 846 Mio. aufgenommen. Die Firma hat einen strategischen Investitionsplan in Angriff genommen, der insgesamt Investitionen für u$s 5 Mrd. umfasst und sich auf mehrere Jahre erstreckt.


Aerolíneas Argentinas

Das staatliche Luftfahrtunternehmen hat beschlossen, seine Werkstätten, für die Wartung der Flugzeuge, und auch für Hilfsdienste, anderen Unternehmen bereitzustellen. Dabei wird für dieses Jahr mit zusätzlichen Einnahmen von etwa u$s 10 Mrd. gerechnet. AA hat schon Dienste dieser Art in den Flughäfen Curitiba (Brasilien) und Santa Cruz de la Sierra (Bolivien) geleistet. Jetzt hat AA den lokalen Dienst schon an Lufthansa, Air France, Air Eruopa, Gol, Aero Mexico und Latam angeboten. AA beschäftigt für diese Dienste 2.350 Fachleute, die sich grundsätzlich um die 82 Flugzeuge der Firma kümmern. 2018 wurden u$s 40 Mio. in die Ausstattung und Modernisierung der Werkstätten investiert, und dabei auch ein großer Fortschritt bei der Digitalisierung der Verfahren erreicht. Als Folge der Abwertung des Peso ist AA jetzt international konkurrenzfähiger geworden.


Nordex Group

Gemeinsam mit seinem Kooperationspartner Fábrica Argentina de Aviones „Brig. San Martin“ S.A (kurz FAdeA), dem argentinischen Präsidenten Mauricio Macri und Vertretern aus der Wirtschaft feierte die Nordex Group am 5. Juni 2019 mit einem Festakt die Eröffnung des argentinischen Produktionswerks in Córdoba. Die Vereinbarung zwischen der Nordex Group und der FAdeA über den Bau einer lokalen Montagelinie wurde im Dezember 2018 geschlossen. Mitte April startete die Produktion und die ersten Maschinenhäuser des Typs AW132/3300 sind bereits für Projekte des Stromversorgers AES Generación S.A. vom Band gerollt.

Das Werk positioniert die Nordex Group als heimischen Anbieter in einem stark aufstrebenden Windmarkt mit guten Windbedingungen. Die Montagehalle ist auf eine Jahreskapazität von bis zu 500 MW ausgelegt. Hier werden Maschinenhäuser und Naben produziert. Zudem sieht die Nordex Group die Errichtung von drei lokalen Fertigungen für Betontürme mit Subunternehmen im Land vor. Dies erhöht den Anteil der lokalen Wertschöpfung an den vor Ort produzierten und installierten Turbinen der Nordex Group. Kunden profitieren von erheblichen Steuervorteilen und deshalb geringen Energiekosten.

José Luis Blanco, CEO der Nordex Group sagte: „Als internationales Unternehmen, ist lokale Fertigung nahe an unseren Vertriebsregionen ein wesentlicher Bestandteil unserer Expansionsstrategie. Bislang waren wir in Argentinien sehr erfolgreich, wie Aufträge über mehr als 600 MW in den letzten zwei Jahren zeigen. Argentinien verfügt über einige der besten Windressourcen der Welt und ist gut positioniert, um ein wichtiger Windenergiemarkt zu werden. Diesen Boom werden Maschinen der Multi-Megawatt-Klasse, auf die wir uns hier im Werk spezialisieren, maßgeblich mittragen.“

Im Produktionswerk in Córdoba werden bis zu 100 Fachkräfte eingestellt, in den Betonturmwerken werden zusätzlich jeweils 200 weitere Arbeitskräfte beschäftigt.

Antonio Beltramone, Präsident der FAdeA, sagte: „Dieses Werk ist ein neuer Beweis dafür, dass Transparenz, Engagement und Teamarbeit schlimme Szenarien umkehren können. Noch vor acht Monaten war dieser Ort eine verlassene Halle. Dank des Vertrauens von Nordex und der Unterstützung vieler Menschen verfügen wir nun über eine Produktionsstätte mit modernster Technologie.“ Und fügte hinzu: „Heute bietet die FAdeA die größte Vielfalt an Dienstleistungen in ihrer Geschichte an. Es ist eine Ehre, in der FAdeA das erste Produktionswerk für Windenergieanlagen in Córdoba zu haben. Wieder einmal ist FAdeA eine wichtige Quelle für industriellen Wohlstand.“


Mercado Libre

Diese Firma, die Internet-Handel betreibt, und zunehmend in Geschäfte einsteigt, die bisher den Banken reserviert waren, wie die Zahlung des Kindergeldes der ANSeS, hat in Anwesenheit von Präsident Mauricio Macri ihre neuen Büros im Stadtteil Saavedra, beim DOT-Shopping-Center (auf dem Gelände der ehemaligen Philips-Fabrik), eingeweiht. Der Inhaber und Leiter der Firma, Marcos Galperín, führte den Präsidenten durch die neuen Räume. Es sind insgesamt 27.000 qm, die eine Investition von $ 1,4 Mrd. erforderten, wobei auch 2.000 neue Arbeitsplätze geschaffen wurden. Es ist alles sehr modern ausgestattet. Die Firma erteilt auch über ihre Abteilung Mercado Pago Kredite, verwaltet Kredit- und Zahlkarten und erlaubt in Treuhandfonds zu investieren.


ExxonMobil

Dieses US-Erdölunternehmen, das mit Shell und Britisch Petroleum zu den größten der Welt gehört, hat in Anwesenheit des Gouverneurs von Neuquén, Omar Gutierrez, ein großes Investitionsprojekt in Vaca Muerta (im Gebiet “Bajo del Cholque”) angekündigt, wo binnen 5 Jahren 55.000 Barrel Erdöl oder die entsprechende Gasmenge pro Tag gefördert werden soll. Der Betrag der Investition wird mit einer Größenordnung von u$s 2 Mrd. angegeben. Die Firma sieht zunächst 90 Bohrungen vor, plus eine Röhrenverbindung bis zur nächsten Raffinerie und zur Ölleitung Oldeval. Das Ergebnis war beim Pilotprojekt sehr gut, erklärte Staale Gjervik, Senior Vizepräsident der Abteilung für nicht konventionelle Lager von Exxon Mobil. Er wies beiläufig darauf hin, dass die Reformen der Bundesregierung und der Provinzregierung eine entscheidende Bedeutung für die Entwicklung von Vaca Muerta gehabt hätten. 2015 hat die Regierung von Neuquén Exxon Mobil eine Konzession in Vaca Muerta auf 35 Jahre erteilt, und im August 2016 hat die Firma die Arbeit aufgenommen.

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