• Argentinisches Tageblatt

Geschäftsnachrichten

(Vom 10.5.19 bis 17.5.19)

Shell

Dieses weltweit führende Erdölunternehmen, das sein “Downstream-Geschäft” (Raffinerien, Vertrieb und Betreibung von Tankstellen) in Argentinien letzten Jahr aufgegeben und an die brasilianische Firma Raizen übertragen hat (die vorläufig weiter mit der Marke Shell tätig ist), steigt jetzt zunehmend in den “Upstream” (Erdölförderung, Ferntransport und Export) ein. Im Gebiet von Vaca Muerta hat Shell bisher eine Förderung von 5.000 Barrel täglich erreicht. Jetzt will die Firma u$s 3 Mrd. investieren, um 2021 eine Produktion von 40.000 Barrel und 2025 eine von 70.000 Barrel pro Tag zu erreichen. Ben Van Bourden, Präsident und Geschäftsführer von Royal Dutch Shell, und John Crocker, exekutiver Vizepräsident der Abteilung für Beziehungen zu Regierungen, haben den Gouverneur von Neuquén, Omar Gutierrez, in Buenos Aires aufgesucht, um ihm dies mitzuteilen.


Pampa Energía

Dieser von Marcelo Mindlin kontrollierte Konzern hat bis 2020 eine Investitionsprogramm von u$s 800 Mio. in Angriff genommen, das sich auf die Erweiterung des Kraftwerkes Genelba (mit zusätzlichen 383 MW durch Einrichtung eines kombinierten Zyklus), in Marcos Paz, in der Nähe der Bundeshauptstadt, sowie Windparks für Stromerzeugung und auch Erdöl- und Gasförderung in Vaca Muerta beziehen. In einigen Wochen wird ein neuer Windpark in Betrieb genommen, der in der Nähe des schon bestehenden bei Bahía Blanca liegt, und eine Kapazität von 53 MW haben soll, womit Pampa Energía auf insgesamt 206 MW Srom aus Windenergie gelangt.


INDRA

Dieses spanische Informatikunternehmen übersiedelt in den technologischen Bezirk, den die Stadtregierung von Buenos Aires im Bezirk Parque Patricios geschaffen hat, auf einem Gelände von 900 qm. Dort sollen 150 Arbeitnehmer beschäftigt werden und das Zentrum für Softwareproduktion tätig sein. Ricardo Viaggio, Präsident des Unternehmens, erklärte, die Firma setze sich für Innovation und Förderung der Industrie ein, und trage ebenfalls zur Entwicklung der Stadt bei.


YPF

Das staatlich kontrollierte lokale Erdölunternehmen wies im 1. Quartal 2019 einen Verlust von $ 8,15 Mrd. aus, der sich mit einem Gewinn von $ 5,98 Mrd. in der gleichen Vorjahresperiode vergleicht. Die Firmenleitung erklärt den Verlust zum Teil durch steuerliche Bestimmungen, die mit der Aufwertung von Aktiven und der Aufgabe von Bohrungen zusammenhängen. Doch die Hauptursachen liegen in einem Rückgang der Gasförderung (-20,6% gegenüber dem Vorjahr), die als Folge einer geringeren Nachfrage erfolgte, und im Rückgang der Dollarpreise des Rohöls (-28,5%), des Gases (-20%), des Benzins (-17,6%) und des Dieselöls (-8,8%). Dennoch lagen die Bruttoeinnahmen von YPF mit $ 130,91 Mrd. um 72,6% über dem Vorjahr, und die Investitionen lagen mit $ 30,38 Mrd. doppelt so hoch wie im Vorjahr.


Dolbi

Dieser lokale Fabrikant von Erntemaschinen für Baumwolle hat ein Geschäft für die Lieferung von 20 Maschinen nach der Türkei abgeschlossen, und verhandelt über die Lieferung von 6 Einheiten nach Sudan. Die von Dolbi entwickelte Maschine hat sich dank Mitwirkung des nationalen Institutes für industrielle Technologie INTI den EU-Normen angepasst. Die Fabrik von Dolbi, in der auch andere Maschinen für die Landwirtschaft erzeugt werden, besetzt 13.350 qm auf einem Gelände von 32.000 qm.


IRSA

Dieser Immobilienkonzern, der die meisten Shopping-Centers von Buenos Aires betreibt, hat Obligationen für u$s 90,35 Mio. zu 10%, mit Verfall im November 2020, untergebracht. Die Unterbringung der Obligationen erfolgte über die Banken BAPRO, Balanz Capital, ICBC, Puente, SBS, BACS, Galicia, Hipotecario und Santander.


Mastellone Hnos.

Die Firmen Arcor und Bagley haben ihren Kapitalanteil an diesem führenden Milchunternehmen von 33% auf auf 43% erhöht, durch Kauf eines Aktienpakets für u$s 996.634. Die Firma Mastellone befindet sich immer noch in einer schwierigen finanziellen Lage, obwohl der Hauptkonkurrent, SanCor, stark geschrumpft ist. Im 1. Quartal 2019 wies die Bilanz einen Verlust von $ 445 Mio. aus, fast 5 Mal so viel wie der Verlust von $ 93,4 Mio. der gleichen Vorjahresperiode.


Minera Andina del Sol

Dieses Unternehmen, das der kanadischen Barrick und der chinesischen Shangdong gehört (die 2017 fusioniert haben), hat ein Investitionsprogramm von u$s 295 Mio. in Gang gesetzt, um den Bergbau Veladero (in San Juan) zu erweitern und zu modernisieren. Dabei soll die Energieversorgung von Dieselmotoren auf elektrischem Strom übergehen, wobei für diesen Zweck eine Stromleitung errichtet wird.


Tecpetrol

Dieses zum Techint gehörende Erdölunternehmen hat Klage vor Gericht gegen den Staat wegen des Beschlusses 46/19 des Energiesekretariates eingebracht. Es handelt sich darum, dass der subventionierte Gaspreis für das in Vaca Muerta geförderte Gas nur für die im Projekt ursprünglich vorgesehene Förderung von 8,5 Mio. cbm pro Tag gezahlt wurde, aber das Unternehmen effektiv 17,5 Mio. Cbm. erreicht hat und den Standpunkt vertritt, das die Subvention für das gesamte geförderte Gas gilt. Für die Monate August, September und Oktober 2018 ergibt sich dabei eine Differenz von $ 2,5 Mrd. (umgerechnet u$s 55 Mio.) plus Zinsen. Tecpetrol habe in Fortin de Piedra (im Gebiet von Vaca Muerta) u$s 1,9 Mrd. investiert, und dabei mit dem geförderten Gas Importe für u$s 2 Mrd. ersetzt. Die Forder-ung von Tecpetrol beläuft sich auf $ 5,65 Mrd.


Jan de Nul

Dieses belgische Unternehmen, das in Argentinien seit über 25 Jahren die Baggerung und die Erhaltung der Tiefe des Paraná Flusses (bis zur Stadt Santa Fé) betreibt, hat einen neuen Bagger ins Land gebracht, der in der Werft Kissel Singmarine, in Nantong, China, erzeugt wurde. Der Bagger hält sich an die Umweltnormen der EU, so das der Ausstoss von schädlichen Stoffen bei den Gasen minimiert wird.

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