• Argentinisches Tageblatt

Furor um „Teufel“-Song


Elena Tsagrinou.

Athen/Nikosia (dpa) - Im Streit um den musikalischen Beitrag Zyperns beim Eurovision Song Contest haben sich die orthodoxe Kirche und die Regierung in dem Land zu Wort gemeldet. Der Song „El Diablo“ der Sängerin Elena Tsagrinou für den diesjährigen ESC steht in der Kritik, weil darin vom Teufel die Rede ist. In einer Mitteilung forderte die orthodoxe Kirche Zyperns die Regierung am Dienstagabend auf, den Song zurückzuziehen. Eine Online-Petition gegen den Song haben mittlerweile mehr als 16.000 Menschen unterzeichnet.

Die Regierung solle die Wahl des Liedes annullieren, forderte die zyprische Kirche. Der Song solle „durch einen anderen ersetzt werden, der unsere Geschichte, die Tradition und das, wofür wir stehen, zum Ausdruck bringt“, hieß es in der Mitteilung der Synode. Der Pressesprecher des zyprischen Präsidenten Nikos Anastasiades hingegen verwies am Mittwochmorgen auf die Freiheit der Kunst. „Es ist ein musikalischer Wettbewerb, geben wir ihm nicht unnötige Dimensionen“, sagte Viktoras Papadopoulos dem zyprischen Fernsehsender Alphanews.

Unbekannte hatten wegen des Songs am vergangenen Freitag telefonisch damit gedroht, die Zentrale des zyprischen Staatsrundfunks (RIK) in Brand zu setzen. Das Staatsfernsehen hatte daraufhin erklärt, in dem Lied gehe es nicht etwa um die Huldigung des Teufels, sondern um den Kampf zwischen Gut und Böse und darum, dass eine junge Frau sich von einem Mann, einem Nichtsnutz, lösen wolle. Den Song „El Diablo“ haben Jimmy Thornfeld, Laurell Barker, Oxa und Thomas Stengaard komponiert.


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