• Argentinisches Tageblatt

Favoritensieg zum Auftakt

Omar Gutiérrez verteidigt Gouverneursamt in Neuquén

Wahlsieger Omar Gutiérrez. (Foto: neuqueninforma.gob.ar)

Buenos Aires (AT/mc) - Das Super-Wahljahr 2019 hat mit einem Favoritensieg begonnen: Mit deutlichem Vorsprung konnte Omar Gutiérrez sein Gouverneursamt in der Provinz Neuquén verteidigen. Der Kandidat der Volksbewegung Neuquén (MPN) konnte 39,65 der Wählerstimmen auf sich vereinigen. Damit konnte er seinen ärgsten Rivalen Ramón Solano Rioseco klar auf Distanz halten. Der Kirchner-treue Kandidat erreichte nur 26,1 Prozent.

Im Kirchner-Lager hatte man einen Erfolg gehofft, um so für Rückenwind für eine mögliche Präsidentschaftskandidatur von Cristina Fernández de Kirchner zu sorgen. So aber bleibt die an Bodenschätze reiche Provinz im Nordwesten Patagoniens in den Händen der MPN, die dort seit 1962 regiert.

„Es ist ein Tag der Freude, weil heute die Provinz Neuquén gewonnen hat. Wir arbeiten seit über 60 Jahren im Team und haben aus einer Wüste, die dieses Territorium einst war, die beste Provinz des Landes gemacht“, freute sich Wahlsieger Gutiérrez. Neuquén weise landesweit die besten Kennziffern für soziale und wirtschaftliche Entwicklung auf, argumentierte der Gouverneur, der noch versprach, die Anstrengungen für die Provinz zukünftig noch zu vergrößern.

Am drittbesten schnitt Horacio „Pechi“ Quiroga ab. Der Kandidat von Macris Regierungsbündnis „Cambiemos“ (Verändern wir) kam auf 15,1 Prozent. Das Macri-Lager konnte sich aber zumindest damit trösten, dass auch die Kirchneristen ihre Ziele wie dargestellt verfehlten. Deren Strategie war es, möglichst viele peronistische Stimmen hinter Rioseco zu vereinigen. Doch viele traditionelle peronistische Wähler bevorzugten einmal mehr die MPN, deren Wurzeln ebenfalls im Peronismus liegen.

Auf Platz vier landete schließlich Jorge Omar Sobisch. Der ehemalige Gouverneur - einst MPN, heute Christdemokratische Partei - erreichte 9,9 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 78,4 Prozent. Kein hoher Wert, bedenkt man, dass für Argentinier zwischen 18 und 70 Jahren Wahlpflicht besteht.

Auch in den nächsten Wochen und Monaten sind die Argentinier an der Wahlurne gefordert. Fast alle zwei Wochen stehen Entscheidungen an. Zwar wurden die für diesen Sonntag angesetzten internen Wahlen des Bündnisses Cambiemos abgesagt (siehe Woche in Argentinien). Doch bereits für den 31. März (Sonntag) sind allgemeine Vorwahlen in San Juan terminiert. Eine Woche später wählt die Provinz Río Negro einen Gouverneur. Gleichzeitig finden in Chubut Vorwahlen statt. Vorwahlen stehen in den folgenden Wochen auch in Entre Ríos (14. April), San Luis (21. April) und Santa Fe (28. April) an.

Danach geht es weiter mit Gouverneurswahlen in Córdoba, La Rioja (beide 12. Mai), La Pampa (19. Mai), San Juan und Misiones (beide 2. Juni), Chubut, Entre Ríos, Jujuy und Tucumán (9. Juni).

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