• Argentinisches Tageblatt

„Erinnerung wachhalten“

Gedenken an Weltkriegsende vor 75 Jahren in vielen Hauptstädten

„Niemals aufgeben..“ Die Queen bei ihrer TV-Ansprache. Auf dem Tisch ein Bild ihres Vaters Georg VI. (Foto: dpa)

Berlin (dpa) - Viele Staaten in der Welt haben am vergangenen Freitag des Endes des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren durch das militärische Niederringen Hitler-Deutschlands gedacht. In Berlin rief Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Bürger zur Verteidigung der Demokratie auf. Die Bundeskanzlerin telefonierte mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Beide hätten die Absicht bestätigt, die Beziehungen konstruktiv zu gestalten. „Die Erinnerung an den Krieg und seine Schrecken müssten für alle Zeit wachgehalten werden“, erklärte die Bundesregierung. Für Russland und Deutschland habe der Tag eine besondere Symbolik, hieß es aus dem Kreml. „Heute sind Russland und Deutschland Partner bei der Lösung vieler aktueller internationaler Probleme.“ Im Zweiten Weltkrieg hatte Hitler-Deutschland 1941 die Sowjetunion überfallen. Diese zählte mit rund 27 Millionen Toten so viele Opfer wie kein anderer Staat. Auch mit US-Präsident Donald Trump, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und dem britischen Premier Boris Johnson telefonierte Merkel am Freitag nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Seibert.

Mit der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht endete am 8. Mai 1945 der von Hitler-Deutschland entfesselte Krieg in Europa. Er kostete hier und in Asien - je nach Schätzung - zwischen 55 und mehr als 60 Millionen Menschen das Leben. Unter ihnen waren auch rund 6 Millionen europäische Juden, die die Nationalsozialisten in ihrem Rassenwahn ermordeten.

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen schrieb auf Twitter: „Für Europa steht dieser Tag für das Ende eines grausamen Krieges, der durch das Nazi-Regime verursacht wurde, und für die Befreiung aus den dunkelsten Stunden.“ Zugleich sei dieser Tag ein Wendepunkt für das Schicksal des Kontinents.

Das einsame Gedenken

Veranstaltung zum 8. Mai im Corona-Gewand

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Bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates erklärte Außenminister Heiko Maas (SPD) laut Redemanuskript, der 8. Mai verpflichte Deutschland, sich für Frieden und eine regelbasierte internationale Ordnung einzusetzen. Er knüpfe „unser Schicksal für immer an das Schicksal eines starken und vereinten Europas“. Steinmeier sagte in Berlin mit Blick auf Deutschlands Rolle in Europa: „Wir müssen Europa zusammenhalten. Wir müssen als Europäer denken, fühlen und handeln.“ Das gelte auch in der aktuellen Corona-Pandemie.

Der Ereignisse vor 75 Jahren wurde auch in vielen anderen Städten Deutschlands und Europas gedacht - insbesondere bei den damaligen Alliierten, die Hitler-Deutschland in die Knie gezwungen hatten.

In Paris legte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zunächst vor der Statue von General Charles de Gaulle einen Kranz nieder und fuhr dann weiter zum Triumphbogen. Dort fachte er die Ewige Flamme symbolisch neu an. Sänger des Armeechores sangen die Nationalhymne Marseillaise. Wegen der Coronavirus-Krise fand die Zeremonie an der Spitze des Prachtboulevards Champs-Élysées in diesem Jahr ohne Zuschauer statt. In Moskau war die große Militärparade coronabedingt abgesagt worden.

In London hat Queen Elizabeth II. am späten Freitagabend eine Fernsehansprache gehalten - genau 75 Jahre nach der Ansprache ihres Vaters, König George VI., im Radio. „Niemals aufgeben, niemals verzweifeln“, das sei die Botschaft des VE Day (Victory in Europe Day) gewesen, sagte die Queen. „Zu Beginn schien die Aussicht düster, das Ende weit entfernt und der Ausgang unklar.“ Aber der Glaube daran, das Richtige zu tun, habe die Menschen durch die schwierige Zeit getragen.

"Freiheit und Demokratie sind unser bleibender Auftrag"

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeiers Rede zum 75. Jahrestag des Kriegsendes

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