• Argentinisches Tageblatt

Erfolg des Amtsinhabers

Rodríguez Larreta in der Hauptstadt vorne

Horacio Rodríguez Larreta am Wahltag. (Foto: fb)

Buenos Aires (AT/mc) - Die Hauptstadt bleibt eine Hochburg des Macri-Lagers: Bei den Vorwahlen zur Wahl des Regierenden Bürgermeisters setzte sich mit Amtsinhaber Horacio Rodríguez Larreta ein treuer Parteifreund des Präsidenten durch. Der Wirtschaftswissenschaftler brachte es auf 44,7 Prozent der Stimmen. Sein ärgster Rivale Matías Lammens, der für „Frente de Todos“ antrat, erzielte 33 Prozent.

Allerdings fiel der Sieg von Rodríguez Larreta etwas knapper aus als von diesem erhofft. Das Bündnis „Juntos por el Cambio“ (Gemeinsam für den Wandel) hatte 50 Prozent angestrebt. Dies wäre ein deutlicher Fingerzeig für die Hauptwahlen am 27. Oktober gewesen. Mindestens die Hälfte der Stimmen sind in der Stadt notwendig, um eine Stichwahl zu vermeiden.

Buenos Aires ist seit 2007 in den Händen von Mauricio Macris Pro-Partei bzw. den von dieser dominierten Bündnissen. Nach zwei Amtszeiten Macris als Bürgermeister übernahm dessen damaliger Kabinettschef Rodríguez Larreta den Führungsposten. Er empfahl sich bei den Wählern durch zahlreiche erfolgreich durchgeführte öffentliche Bauten. „Wir machen die größte Umgestaltung in der Geschichte von Buenos Aires. Eine, die das Leben der Bewohner verändert“, sagte Rodríguez Larreta am Wahlabend.

Macri lobte seinen Amtsnachfolger in der Stadt: „Horacio ist beispielhaft. Er hat sich gegen diejenigen durchgesetzt, die behaupteten, er habe nicht das nötige Profil, um eine Stadt wie Buenos Aires zu führen.“

Aber auch Herausforderer Lammens war nicht unzufrieden mit dem Ergebnis: „Wir haben deutlich besser abgeschnitten, als wir gehofft haben.“ Die Stadt ist traditionell ein schwieriges Pflaster für peronistische Bewerber. Vor vier Jahren war der damalige peronistische Kandidat Daniel Filmus nur dritter Sieger geworden und musste die Stichwahl anderen überlassen.

Lammens, seines Zeichens Präsident des Fußballvereins San Lorenzo, konnte sich in den drei südlichsten Kommunen der Hauptstadt (4, 8 und 9) durchsetzen. Rodríguez Larreta behielt in den zwölf weiteren die Oberhand. Besonders gut schnitt er in den drei nördlichsten Kommunen (2, 13 und 14) ab.

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