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Die Woche in Argentinien

Vom 21.2 bis 28.2.

Wie krank ist Florencia?

Eine bewusste Provokation? Vor wenigen Tagen lud Vizepräsidentin Cristina Kirchner ein Foto auf Instagram hoch, das sie mit ihrer Tochter Florencia in Kuba zeigt. Es wirkt wie ein Urlaubsbild. Der Sombrero, den Florencia trägt, deutet auf viel Sonne hin. Im Hintergrund ist ein Swimmingpool zu sehen. Der Haken an der Sache ist nur, dass Florencia sich seit einem Jahr in Kuba aufhält und sich mit Verweis auf ihren gesundheitlichen Zustand der argentinischen Justiz entzieht. Gegen Florencia sowie gegen ihre Mutter und ihren Bruder Máximo laufen Ermittlungen mit Verdacht auf Geldwäsche im Zusammenhang mit dem Hotelbesitz der Familie in El Calafate (wir berichteten). Nach Veröffentlichung des erwähnten Fotos meldete sich das zuständige Gericht zu Wort und forderte umgehend ein neues ärztliches Gutachten. Es soll Auskunft geben über Florencias aktuellen Gesundheitszustand. Das bislang letzte Gutachten datiert vom November vorigen Jahres. Laut einer Diagnose, die Cristina veröffentlichte, leidet ihre Tochter an einer posttraumatischen Belastungsstörung sowie an einem Lymphödem.


Neuer Nuntius

Papst Franziskus hat einen neuen Nuntius für sein Heimatland ernannt: Der polnische Bischof Miroslaw Adamczyk soll künftig als Botschafter des Heiligen Stuhls in Argentinien fungieren. Der Posten, den der 58-jährige Pole übernimmt, war seit dem Ableben des Kongolesen León Kalenga im Juni vorigen Jahres vakant. Adamczyk, der 2013 zum Bischof ernannt wurde, übt seit 1993 Funktionen im diplomatischen Dienst des Vatikans aus. In Libyen, Gambia und Sierra Leone wirkte er bereits als Nuntius. Zuvor hatte er verschiedene Posten an den Apostolischen Nuntiaturen in Madagaskar, Indien, Ungarn, Belgien, Südafrika und Venezuela inne. Derweil hat auch Argentinien seine diplomatische Repräsentation in Vatikanstadt geklärt: María Fernanda Silva wird künftig als Botschafterin die argentinischen Interessen am Hauptsitz der katholischen Kirche vertreten. Die Politikwissenschaftlerin mit kapverdischen Wurzeln ist die erste Frau, die diesen Posten übernimmt.


Taxifahrten teurer

Die Taxifahrer in Buenos Aires haben mal wieder an der Preisschraube gedreht - und zwar kräftig. Seit Samstag sind die Preise für Fahrten in der Hauptstadt um 30 Prozent gestiegen. Eine Bezahleinheit während des Tages verteuert sich von 4,58 auf 5,95 Pesos. Der Grundpreis klettert von 45,80 auf 59,50 Pesos. In der Nacht kostet eine Bezahleinheit nun 7,14 Pesos statt wie bisher 5,49 Pesos. Der Grundpreis beträgt nachts nun 71,40 Pesos. Vergleicht man die neuen Tarife mit denen aus dem Februar 2019 ergibt sich eine Teuerung um 54,5 Prozent. Seit Horacio Rodríguez Larreta im Dezember 2015 das Amt als Regierender Bürgermeister angetreten hat, sind Taxifahrten gar um 252 Prozent teurer geworden, rechnet die Zeitung „Página/12“ vor.


Armut gestiegen

Die Armut im Land ist weiter gestiegen. Dies geht aus einer neuen Analyse der Katholischen Universität Argentiniens hervor. Demnach sind 37,5 Prozent der städtischen Bevölkerung als arm zu bezeichnen. Die Daten wurden für den Zeitraum Juli bis Oktober 2019 erfasst. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Jahres zuvor stellt dies eine Steigerung um 6,1 Prozentpunkte dar. Damals betrug die Armutsquote 31,4 Prozent. Gegenüber 2010 ergibt sich ein Anstieg um fast acht Prozentpunkte. Seinerzeit wurden 29,7 Prozent gemessen. Die Untersuchung bezieht sich nicht nur auf das Einkommen, das einer Familie zur Verfügung steht. Es werden vielmehr auch sechs Grundindikatoren herangezogen: Ernährung, Wohnung, Gesundheit, Bildung, Arbeit sowie Basisdienste (Wasser, Abwasser, Elektrizität). (AT/mc)

Cristina und ihre Prozesse

Von Juan E. Alemann

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