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Corona dominiert US-Wahlvorbereitung

Biden reist nicht zu Parteitag / Trump warnt vor Briefwahl

Donald Trump (l.) und Joe Biden.

Washington (dpa) - Der designierte US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden wird wegen der Corona-Pandemie nicht zum Parteitag der Demokraten nach Milwaukee (Wisconsin) reisen. Biden werde seine Rede zur Nominierung im US-Bundesstaat Delaware halten, wo er zuhause ist, erklärte die Demokratische Partei am Mittwoch. Auch andere Redner bei dem Parteitag würden nicht nach Milwaukee reisen, hieß es.

Wegen befürchteter Gesundheitsrisiken hatten die Demokraten den ursprünglich für Juli geplanten Parteitag bereits auf August verschoben und später angekündigt, die Versammlung weitgehend digital abzuhalten. Der Parteitag ist für den 17. bis 20. August geplant. Normalerweise nehmen an der mehrtägigen Veranstaltung Tausende Menschen teil, darunter Delegierte und Journalisten. Auch die Republikaner haben ihre Planungen für den Parteitag Ende August wegen der Corona-Pandemie umgeworfen.

Präsident Trump brachte wegen der Pandemie nun auch ins Spiel, die Rede nach seiner Nominierung, die für Ende August geplant ist, an seinem Amtssitz zu halten. Dabei ist nicht sicher, ob die Nutzung des Amtssitzes für eine Parteiveranstaltung legal ist. Wie genau der Parteitag der Republikaner Ende August in Charlotte im US-Bundesstaat North Carolina ablaufen wird, ist unklar.

Trump wird bei der Präsidentenwahl am 3. November gegen den designierten demokratischen Kandidaten Biden antreten. Der 77-jährige Biden gilt seit April nach dem Ausscheiden seiner Mitbewerber bereits als sicherer Kandidat der Demokraten. Biden war unter Präsident Barack Obama Vizepräsident gewesen.

Trump warnte im TV derweil vor einer chaotischen Wahl im November aufgrund vieler erwarteter Briefwahlstimmen. Die Verkündung des Ergebnisses könnte sich „Monate oder Jahre“ hinziehen und zum „Desaster“ werden. Tatsächlich gehen Beobachter davon aus, dass das Ergebnis der Abstimmung nicht wie sonst üblich in der Wahlnacht feststeht. Trump drängt trotz der Pandemie darauf, dass möglichst viele Menschen persönlich zur Abstimmung erscheinen. Auf die Frage, welche Sicherheitsmaßnahmen für Wähler getroffen würden, sagte er, die Infektionszahlen würden sinken und das Land sei bis dahin „wahrscheinlich in einer großartigen Verfassung“.

In den USA mit rund 330 Millionen Einwohnern sind bislang etwa 160.000 Menschen an einer Coronavirus-Infektion gestorben, wie aus den Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervorgeht. Bislang gibt es rund 4,9 Millionen bestätigte Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2. Das ist in absoluten Zahlen mehr als in jedem anderen Land der Welt.

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Von Juan E. Alemann

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