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Biden gewinnt „Super Tuesday“

Sanders weiter im Rennen / Bloomberg steigt aus

Wollen gegen Trump antreten: Bernie Sanders (l.) und Joe Biden (r.). (Foto: dpa/tmn)

Washington (dpa/wvg) - Im Wettlauf um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten ist dem früheren US-Vizepräsidenten Joe Biden ein unverhofftes Comeback gelungen. Nach seiner Siegesserie am „Super Tuesday“ dürfte ihm der Abgang eines Konkurrenten einen weiteren Schub versetzen: Der Milliardär Michael Bloomberg stieg am Mittwoch infolge enttäuschender Ergebnisse bei den Abstimmungen in 14 Bundesstaaten aus dem Rennen aus. Biden ist wie Bloomberg ein Demokrat aus dem moderaten Lager der Partei. Er liefert sich in dem Rennen nun ein Duell mit dem linken Senatoren Bernie Sanders.

Nach Prognosen von TV-Sendern gewann Biden (77) beim „Super Tuesday“ 10 von 14 Bundesstaaten, darunter den zweitwichtigsten Bundesstaat Texas. Bei der wichtigsten Vorwahl im bevölkerungsreichsten Staat Kalifornien lag nach Berechnungen der Sender allerdings Sanders (78) vorne. Sein Wahlkampfteam erklärte ihn dort zum Gewinner.

Nach dem „Super Tuesday“ ist weiter offen, welcher Demokrat bei der Wahl im November gegen US-Präsident Donald Trump antreten wird. Das Bewerberfeld dünnte sich mit Bloombergs Abgang weiter aus. Es bestehe für ihn rein rechnerisch keine Chance mehr, sich die Nominierung zu sichern, erklärte Bloomberg. Der richtige Kandidat sei Biden. Wenn er selbst im Rennen bleibe, würde es das Ziel, Trump zu besiegen, nur erschweren.

Obwohl Bloomberg Hunderte Millionen US-Dollar seines eigenen Vermögens in den Wahlkampf gesteckt hatte, schnitt der 78-Jährige am Dienstag enttäuschend ab. Er gewann lediglich das Außengebiet Amerikanisch-Samoa, wo es nur um sechs Delegiertenstimmen ging. Trump reagierte mit Häme auf Bloombergs Rückzug. „Ich hätte ihm schon vor langer Zeit sagen können, dass er nicht das nötige Zeug dazu hat“, schrieb der Präsident auf Twitter.

Die Senatorin Elizabeth Warren (70) stieg Medienberichten zufolge ebenfalls aus dem Rennen der Demokraten um die US-Präsidentschaftskandidatur aus. Warren war aussichtsreich in das Rennen ihrer Partei eingestiegen und hatte über längere Zeit in nationalen Umfragen unter den demokratischen Präsidentschaftsbewerbern weit vorne gelegen. Doch in den ersten vier Vorwahlstaaten hatte sie nur schwach abgeschnitten und auch am „Super Tuesday“ bei Abstimmungen in 14 Bundesstaaten enttäuscht.

Vor dem „Super Tuesday“ hatte Sanders bei den Demokraten nach vier Vorwahlen in Führung gelegen. Auch in nationalen Umfragen stand er an der Spitze. Zuletzt hatte Biden ihn im südlichen Bundesstaat South Carolina allerdings abgehängt.

Bei den Republikanern hat Trump keine ernstzunehmende Konkurrenz. Die Partei verzichtet daher in mehreren Bundesstaaten auf Vorwahlen. Am Dienstag hatten aber auch die Republikaner in 13 der 14 „Super Tuesday“-Staaten Vorwahlen abgehalten. Trump erklärte sich dort überall zum Sieger.

Eine gute Rede

Von Juan E. Alemann

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