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Ausgangssperre in Argentinien

Actualizado: mar 31

Fernández verkündet Maßnahmen / LH-Rückholflug nun am Montag

Angst vor dem Virus: Eine Frau in Buenos Aires versucht, sich mit einem Mundschutz zu schützen. (Foto: dpa)

Buenos Aires (mc/dpa) - In Argentinien gilt ab sofort eine allgemeine Ausgangssperre, um das Coronavirus einzudämmen. Die Maßnahme ist zunächst bis zum 31. März terminiert. Dies verkündete gestern Abend (19. März) Staatschef Allberto Fernández in seiner Residenz in Olivos. Vorausgegangen war eine Dringlichkeitssitzung mit den Gouverneuren des Landes. Demnach dürfen die Bürger des Landes ihre Häuser und Wohnungen nicht mehr verlassen. Erlaubt seien lediglich Besorgungen in nahe gelegenen Lebensmittelgeschäften und Apotheken.

Auf den Straßen sollen Polizisten patrouillieren, um die Einhaltung der Ausgangssperre zu überwachen. Wer ohne Grund im Freien angetroffen werde, könne wegen Verbrechen gegen die öffentliche Gesundheit belangt werden, wurde Fernández deutlich. Ziel sei es, die Infektionen zu bremsen und eine Überlastung des Gesundheitswesen zu verhindern.

Einige Berufsgruppen sind von der Ausgangssperre ausgenommen und können weiterhin zur Arbeit gehen: Ärzte, Pfleger und Polizisten, Mitarbeiter in der Lebensmittel-, Pharma- und Petroindustrie, Journalisten, Angestellte von Supermärkten und Apotheken sowie Beschäftigte von Logistikfirmen.

In Argentinien gab es zuletzt 128 bestätigte Coronavirus-Fälle. Drei Menschen sind bislang an der Erkrankung Covid-19 gestorben.

Währenddessen informierte die Lufthansa, dass der Rückholflug für in Argentinien gestrandete Deutsche nunmehr am Montag (23. März) stattfinden soll. Zunächst war er für Sonntag geplant gewesen. Die Abflugzeit von Ezeiza wird mit 12.50 Uhr angegeben. Zielflughafen ist Frankfurt / Main. Die Flüge werden in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt durchgeführt. Um mitfliegen zu können, müssen sich Interessierte zunächst in die Krisenvorsorgeliste „ELEFAND“ (http://elefand.diplo.de) eintragen.

In Deutschland schränken mehrere deutsche Bundesländer das öffentliche Leben noch einmal drastisch ein. Am weitesten gehen dabei Bayern und das Saarland: Dort treten an diesem Samstag Ausgangsbeschränkungen in Kraft, die Bürger dürfen ihre Wohnungen nur noch aus triftigen Gründen verlassen.

Auch Länder wie Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen, Sachsen und Hamburg verschärfen ihren Kurs. Treffen auch kleinerer Gruppen sind vielerorts nun verboten, Restaurants werden für Gäste geschlossen. Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel will am Sonntag mit den Bundesländern über die weiteren Schritte beraten.

"Wir sperren Bayern nicht zu, wir sperren Bayern nicht ein", betonte Ministerpräsident Markus Söder in München. Aber man fahre das öffentliche Leben im Freistaat nahezu vollständig herunter. Dies sei nach Meinung aller Experten die einzige Möglichkeit, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.

In Deutschland sind bislang mindestens 15.030 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. 44 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind bislang bundesweit gestorben. Bessere Nachrichten gibt es aus China, dem Ursprungsland der Pandemie: Die Infektionszahlen gehen zurück.

Auch in der Schweiz wird das öffentliche Leben auf Sparflamme zurückgefahren. Seit Anfang der Woche sind fast alle Geschäfte sowie alle Restaurants, Märkte, Museen und Freizeitbetriebe geschlossen, wie Präsidentin Simonetta Sommaruga mitteilte. Nur Geschäfte mit Angeboten für den täglichen Gebrauch blieben offen, ebenso Hotels, Tankstellen, Postämter, Bahnhöfe, Banken und die öffentliche Verwaltung. Es gibt keine privaten und öffentlichen Veranstaltungen mehr. Die Maßnahmen gelten zunächst bis zum 19. April. Bis Mittwoch waren über 3000 Personen in der Schweiz infiziert. Das Bundesamt für Gesundheit meldete 21 Todesfälle.

In Österreich versucht die Regierung von Bundeskanzler Sebastian Kurz mit drastischen Maßnahmen, die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Seit Mittwochnacht ist das gesamte Bundesland Tirol unter Quarantäne gestellt. "Wir erlassen Quarantäneverordnungen für alle 279 Tiroler Gemeinden. Das bedeutet: Die Gemeinde darf nur dann verlassen werden, wenn es um die Deckung der Grundversorgung geht, um die Daseinsvorsorge oder um zur Arbeit zu kommen - und dann nur zum nächstgelegenen Ort", teilte Tirols Landeschef Günther Platter am Mittwochabend via Facebook mit.

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