• Argentinisches Tageblatt

Anspruch auf Malwinen erneuert

Actualizado: 16 de abr de 2019

Macri gedenkt den Opfern des Krieges vor 37 Jahren

Mauricio Macri bei der Gedenkveranstaltung zu Ehren der im Malwinen-Krieg gefallenen Soldaten. (Foto: casarosada)

Buenos Aires (AT/mc/dpa) - Argentinien hält weiter an seinem Anspruch auf die Malwinen fest. Das wurde deutlich bei der Rede von Mauricio Macri, die der Präsident am Dienstag in seiner Residenz in Olivos anlässlich des 37. Jahrestages der gescheiterten argentinischen Invasion auf der abgelegenen Inselgruppe im Südatlantik hielt. Diese wird seit 1833 von Großbritannien verwaltet.

„Der Anspruch auf die Inseln ist legitim und unwiderruflich, und er vereint alle Argentinier jenseits aller sonstigen Unterschiede“, formulierte der Staatschef. Um in der Sache voranzukommen, müsse ein Konsens gebildet werden, der auch zukünftig von argentinischen Regierungen getragen werde. „Wir werden die Souveränität einfordern mit den Mitteln des Dialogs und des Respekts“, so Macri. Und weiter: „Es ist ein langwieriger Prozess - viel länger, als es uns gefallen könne.“

Macri gedachte der Opfer des Krieges in Gegenwart von Kriegsveteranen und Angehörigen von Gefallenen: „Heute am Tag der Veteranen und Gefallenen stehen wir hier, um der Hunderten Väter, Brüder, Söhne und Freunde zu gedenken, die uns der Krieg vor 37 Jahren genommen hat.“

Dabei war das Thema Malwinen für Macri nicht immer eine Herzensangelegenheit. So gab er 1997 in einem Interview mit der Zeitung „Página/12“ zu Protokoll, dass er diesbezügliche Souveränitätsansprüche eines so großen Landes wie Argentinien niemals wirklich habe verstehen können. „Wir haben ja kein Problem wie die Israelis, die nicht genügend Platz haben.“ Besonders im südlichen Teil Argentiniens gibt es bekanntlich weite Landstriche, die nur sehr dünn besiedelt sind. Und Macri fügte damals hinzu: „Ich denke, die Malwinen wären ein großer Extra-Unkostenpunkt.“

Argentinien hatte am 2. April 1982 eine Invasion auf den Malwinen gestartet. Die damals herrschende Militärjunta wollte mit dem Angriff nach Einschätzung von Historikern von den zunehmenden innenpolitischen Problemen ablenken. Die argentinischen Truppen, unten ihnen viele nicht hinreichend ausgebildete Wehrpflichtige, mussten während des 72 Tage dauernden Kriegs gegen die britischen Berufssoldaten eine Reihe von Niederlagen hinnehmen. Schließlich unterzeichneten die argentinischen und britischen Befehlshaber auf den Inseln einen Waffenstillstand. Insgesamt kamen in dem Konflikt 649 Argentinier, 255 Briten und drei Inselbewohner ums Leben.

1989 erklärten die beiden Konfliktparteien nach längeren Gesprächen in Madrid den Krieg offiziell für beendet. Aber nur wenige Monate später definierte Argentinien die Malwinen als integralen Bestandteil der damals neu gegründeten Provinz Feuerland. Der Konflikt ist demnach weiter ungelöst.

2013 hatten sich die Bewohner der Inselgruppe mit großer Mehrheit (99,8 Prozent) für den Verbleib bei Großbritannien ausgesprochen. Das Referendum wird jedoch von Argentinien nicht anerkannt.

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